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Existenzgründung von Frauen

Hürden und Stolpersteine auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Frauen vom Land tragen Verantwortung. Doch für den Sprung in die Selbstständigkeit fehlt der Mut. An welchen Hürden scheitern sie? Was brauchen Gründerinnen? Lösungen lieferte eine Konferenz der Landfrauen in Berlin.

Am Anfang der Existenzgründung steht die Idee. Doch auf dem Weg in die Selbstständigkeit brauchen Frauen Geld, Beratung und Vorbilder.

Frauen sind Apothekerinnen, Bauernhofpädagoginnen, Tagesmütter oder Übersetzerinnen, aber warum leiten noch so wenige ein eigenes Unternehmen? Das Thema Existenzgründung ist offenbar noch viel zu wenig in den Köpfen der Frauen verankert. Laut der jüngsten Erhebung von 2017 gibt es deutschlandweit 2,6 Mio. Gründer und gerade mal halb so viele Gründerinnen (1,3 Mio.). Gleichzeitig wandern immer mehr gut ausgebildete Frauen aus den ländlichen Gebieten in den urbanen Raum ab, weil sie vor Ort keine passenden beruflichen Angebote finden.

Gründerinnen stärken

Der Deutsche Landfrauenverband (dlv) will das ändern und Frauen als innovative Kräfte in den Regionen halten. Das neue Projekt des dlv „Selbst ist die Frau“ soll Frauen für das Thema Existenzgründung sensibilisieren. Am Mittwoch vergangener Woche lud der Verband nach Berlin zu einer Fachkonferenz ein. Beraterinnen, Politikerinnen und Vertreterinnen der Wirtschaftsförderung sowie Gründerinnen und Unternehmerinnen diskutierten die Frage: „Was brauchen Frauen für den Weg in die Selbstständigkeit?“

Für den Weg in die Selbstständigkeit brauchen Frauen vom Land:

  • Bewusstseinswandel - Die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft muss gleichermaßen in den Köpfen von Männern und Frauen ankommen.
  • Eine unternehmerische Denkweise und Mut.
  • Eine intakte Infrastruktur und Breitbandversorgung sowie Möglichkeiten, sich mit Frauen in ihrer Situation oder erfahrenen Gründerinnen auszutauschen und zu vernetzen.
  • Förderangebote und Anlaufstellen speziell für Frauen auf dem Land.
  • Zugang zu Geld: Mikrokredite kommen vor allem für Existenzgründerinnen infage, die einen kleinen Kapitalbedarf haben.

Alle Teilnehmerinnen stimmten darin überein, dass Bund und Länder die Existenzgründung von Frauen durch spezielle bedarfsgerechte Programme flankieren müssen. Die Ergebnisse der Tagung fließen in eine Broschüre zum dlv-Projekt ein.