Wittgensteiner Wisente: Die Warnung war da Plus

Bereits 2007 hatte die Forschungsstelle für Jagdkunde dem NRW-Umwelt­ministerium empfohlen, die Wisent-Freisetzung im Rothaargebirge nicht zu befürworten. Ein Grund: das „erhebliche Gefährdungspotenzial“ für Menschen.

Hat der Spaziergänger auf dem Rothaarsteig, dessen Hund vor wenigen Tagen von zwei Wisenten getötet wurde, grob fahrlässig gehandelt, indem er mit nur 5 bis 10 m Abstand an den zwei Wisentkühen vorbeigehen wollte? So oder ähnlich werden möglicherweise Befürworter des Wisent-Projektes nach dem tragischen Unglück gedacht haben.

Verhalten „unberechenbar“

Die Bewertung der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung in Bonn zur geplanten „Wiederansiedlung von Wisenten im Rothaargebirge“, die dem NRW-Umweltministerium bereits im April 2007 zugestellt wurde, lassen das Geschehen jedoch in einem anderen Licht erscheinen. In dem Bericht, der dem Wochenblatt vorliegt, heißt es: „Wisente (...) werden bis zu 60 km/h schnell und sind wie alle Wildtiere in ihrem Verhalten unberechenbar.“ Und weiter: „Das Gefährdungspotenzial auch für den Menschen geht von Kühen aus, die ihre Kälber verteidigen (...).“ Die Begründung liefern die vier „Berichterstatter“, allesamt Mitarbeiter der Forschungsstelle, gleich mit: Wisente würden auf Hunde „angeboren aggressiv“ reagieren. „Lebensgefährliche Situationen können auch durch die Hunde von Spaziergängern entstehen, die zum Beispiel einen Wisent stellen oder Kuh und Kalb trennen und dann auf der Flucht vor den genauso schnell oder...


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