Wiederbewaldung

Wald weg – was nun?

Der Klimawandel und seine Folgen haben den Wald im Betrieb von Peter Thiele nahezu vernichtet. Trotz der Verluste heißt es für den Waldbauern: Ärmel hochkrempeln und wiederaufforsten

Eigentlich war das die Sparkasse fürs Alter“, sagt Peter Thiele mit leicht betrübtem Blick, als er die frisch eingeschlagenen Zaunpfosten an einer seiner Schadflächen auf Standfestigkeit prüft. Der Großteil seines Waldes ist der Trockenheit und dem Käferfraß zum Opfer gefallen – mehr als 20  000 fm Schadholz. Ein enormer Schaden, aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, meint Thiele, für den jetzt die Wiederaufforstung im Fokus steht. Seine Motivation: „Ich habe einen gut geführten Betrieb von meinem Vater übernommen, den möchte ich auch einmal meinen Kindern übergeben.

Peter Thiele und seine Frau Stefanie bewirtschaften einen größeren Forstbetrieb am Möhnesee im Kreis Soest.

Nichts war mehr steuerbar

Vor dem Sturm Friederike und dem Beginn der „Waldkrise“ stockten auf seinen Flächen etwa 70 % Nadel- und 30 % Laubbäume. Bis auf einige jüngere Bestände sind die Nadelbäume komplett vernichtet – Fichten, Lärchen, Douglasien und mitunter auch Küstentannen konnten dem Wassermangel und Schädlingsfraß nicht trotzen. „Es war hart zu wissen, nichts mehr steuern zu können, man muss aber irgendwann loslassen“, meint Thiele rückblickend, während er über die Schadfläche schaut.

Weil inzwischen auch alte Buchen in den Wäldern der Familie absterben, hat der gelernte Garten-Landschaftsbau-Meister für sich das Fazit gezogen: „Den einen Baum gibt es nicht.“ Für den Vater von drei Kindern steht...


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