Laubfall

Ohne Blätter in den Winter

Im Herbst verfärben sich die Blätter der Laubbäume, ehe sie einige Wochen später abgeworfen werden. Mit dem Laubfall schützen sich die Bäume vor dem Winter. Doch warum verlieren andere ihre Nadeln nicht?

Wenn der Herbst Einzug hält, ist das satte Grün der Laubbäume passé, dominieren helles Gelb und kräftiges Rot die Blattfärbung. Von außen schön anzusehen, findet innerhalb der Blätter ein spannender biologischer Prozess statt. Indem der Laubbaum den grünen Blattfarbstoff aus den Blättern zieht, bereitet er sich auf die bevorstehende Ruhephase im Winter vor.

Bäume und andere Pflanzen haben mehrere Blattfarbstoffe. Für das Grün der Blätter ist das Chlorophyll verantwortlich. Normalerweise erfüllt der Blattfarbstoff eine organische Aufgabe: Aus dem Wasser im Waldboden, dem Kohlenstoffdioxid aus der Luft und den Sonnenstrahlen produziert das Blattgrün Zucker. Der ist ein wichtiger Energielieferant für die Wachstums- und Stoffwechselprozesse der Bäume. Diesen biochemischen Prozess nennt der Fachmann Fotosynthese. Dabei fällt Sauerstoff als „Abfallprodukt“ an.

Wachstum im Winterschlaf

Ab dem Herbst legen die Bäume eine Ruhephase ein. Denn wenn der Boden gefriert, ist die Wasseraufnahme gestoppt. Zudem würde der Frost die hauchdünnen Laubblätter zerstören. Das wertvolle und besonders intensiv färbende Chlorophyll baut der Baum ab und speichert es im Stamm und in den Wurzeln. Ohne das Chlorophyll kommen die anderen Farbstoffe im Blatt zum Vorschein. Die eingelagerten Nährstoffe werden im Frühjahr wieder gebraucht, um mit frischem Grün auszutreiben.

Nährstoffe für den Boden - Schutz für die Bäume

Blatt für Blatt fällt eine riesige Menge Laub auf den Waldboden. Regenwürmer, Pilze und Bakterien zersetzen das Laub in verschiedene Nährstoffe und erzeugen dadurch den nährreichen Humus. Er bildet die Grundlage zum Wachstum neuer Bäume.
Eine andere Taktik verfolgen die immergrünen Nadelbäume. Sie bilden eine Wachsschicht auf den Nadeln und verschließen so die „Spaltöffnungen“, durch die sonst Wasser verdunstet. Einzig die Lärche wirft im Winter ihre Nadeln ab. Grund dafür sind vermutlich ihre feinen Nadeln. Mithilfe dieses „Tricks“ kann die Lärche Temperaturen von –40 °C und mehr trotzen.

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