Ein „Herz“ aus Magnesium

Testbericht: Stihl MS 400 Plus

Motorsägenhersteller Stihl setzt bei der MS 400 C-M auf Rennsporttechnik und verbaut erstmals einen Kolben aus Magnesium – für mehr Hubraum bei weniger Gewicht. Wir haben die Säge vor dem Verkaufsstart getestet.

Äußerlich unterscheidet sich die MS 400 C-M kaum von der bekannten MS 362 C-M. Kein Wunder, denn viele Bauteile verwendet der Hersteller bei beiden Modellen, unter anderem die Haube, die Anwerfvorrichtung sowie die Tanks für Kraftstoff und Sägekettenhaftöl. Auch Kurbelgehäuse und Kurbelwelle sind ähnlich. Bei genauerer Betrachtung des Motors wird der Unterschied aber deutlich. Denn die MS 400 C-M ist die weltweit erste Motorsäge mit einem Magnesiumkolben.

Eine Säge für jeden Einsatzzweck

Konzipiert ist die MS 400 C-M für den universellen Einsatz in mittelstarken Beständen. Genau hier haben Wochenblatt-Tester Winfried Junker und seine Kollegen vom Lehr- und Versuchsrevier Breitenbruch, Wald und Holz NRW, die Motorsäge mehr als vier Monate lang eingesetzt. Dabei nutzten unsere Tester die MS 400 C-M vor allem in der Käferholzernte – in den vergangenen Monaten fällte die Säge rund 1000 fm Stammholz, etwa ein Drittel davon wurde motormanuell aufgearbeitet, der Rest für den Harvester vorgefällt.

Schon jetzt sei verraten: Stihls Konzept ist aufgegangen, denn unsere Tester fällten, entasteten und trennten ausschließlich mit der MS 400 C-M – eine stärkere Säge zum Fällen oder eine leichtere Säge zum Entasten ist bei Nutzung der Waiblinger Neuheit in der Stärkeklasse 3a bis 3b – also in mittelstarken Beständen – nicht nötig, urteilt Forstwirtschaftsmeister Winfried Junker. Neben der mitgelieferten 45 cm langen Rollomatic E Schneidgarnitur nutzten unsere Tester auch eine 40 cm lange Sägeschiene. Den dauerhaften Einsatz einer 50 cm langen Schneidgarnitur (oder länger) empfehlen Junker und seine Kollegen nicht.

Ein Kolben aus Magnesium statt Alu

Eine Säge für alle Anwendungen: dieses Ziel wollten die Stihl-Ingenieure vor allem mit einem verbesserten Leistungsgewicht, einem geringen Gesamtgewicht und einer optimierten Motorperformance erreichen. Deshalb kamen die Konstrukteure auf die Idee Magnesium, statt wie üblich Aluminium, als Material für den Kolben zu verwenden....


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