Schadenssituation 2020

Vereinigte Hagel

Frost und Hagel: Auch in diesem Jahr hat die Witterung regional Schäden angerichtet. Die Vereinigte Hagel verzeichnet bisher eine geschädigte Fläche von mehr als 130.000 ha und einer Schadenssumme von etwa 320 Mio. €.

Eine Reihe von Frostnächten Ende März, Anfang April hat vor allem im Kernobst große Schäden angerichtet, berichtete Dr. Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagel am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Köln.

Frost und Hagel

Durch den milden Winter und dem frühen Vegetationsstart reichten schon Temperaturen knapp unter 0°C aus, um Schäden bis hin zu Totalausfällen zu verursachen. Insgesamt wurden durch die Frostnächte im März, April und Mai in Deutschland etwa 5.400 ha Fläche beschädigt, so Dr. Langner.

Von schweren Hagelschäden Mitte Juni waren in Deutschland knapp 29.000 ha Fläche betroffen. Die Schadenssumme liege hier bei 49 Mio. €, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Mit etwa 320 Mio. € Gesamtschadenssumme bezeichnete er die Schadensquote als moderat bis leicht unterdurchschnittlich.

Pilotprojekt 2020

Das Land Baden-Württemberg fördert in einem Pilotprojekt die Versicherung von Obst- und Weinbaubetrieben gegen Frost, Sturm oder Starkregen mit bis zu 50 % der Versicherungsprämie. Insgesamt stehen pro Jahr fünf Millionen Euro bereit. Das Projekt läuft zunächst über drei Jahre, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Das soll die eigenbetriebliche Risikovorsorge stärken und finanzielle Verluste mindern. Ad-hoc-Hilfen soll es für die versicherbaren Kulturen dann nicht mehr geben.


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