Maisernte

Was darf CCM kosten?

Der Mais steht vielerorts gut. Angesichts der durchwachsenen Getreideerträge ist der Zukauf von CCM für Schweinemäster eine echte Alternative.

Auch 2023 ist ein spezielles Maisjahr. Start und Jugendentwicklung verzögert aufgrund des nassen und kalten Frühjahrs, trotz Junitrockenheit keine nachhaltigen Schäden. Begünstigt durch die Niederschläge im Juli und August entwickelte sich der Mais zuletzt sehr gut. Das sollte insgesamt mindestens für eine durchschnittliche Maisernte reichen.

Doch lohnt sich der Zukauf für Mäster bzw. der Verkauf für Ackerbauern? Wir haben anhand einer Weizen-Sojaschrot-Mischung den Wert des CCMs abgeleitet. Stehen dem Einzelbetrieb andere Futterkomponenten zur Verfügung, muss er mit seinen Preisen neu rechnen.

Alle Werte der Kalkulation werden netto dargestellt. Um den Bruttopreis zu erhalten, müssen beim Verkauf 9 % Umsatzsteuer aufgeschlagen werden. Bei den Kosten ist die Umsatzsteuer von 19 % für Trocknung und Lohnunternehmer zu berücksichtigen.

Der ausgehandelte Preis hängt stark von der persönlichen Erwartung an die Futterpreise ab. Um ­Ärger zu vermeiden, sollten Verkäufer und Käufer folgende Punkte beachten:

  • Gewicht und Qualität der geernteten Menge sollten festgehalten werden.
  • Der Preis für CCM sollte vor der Ernte vereinbart werden, ebenso der zugrunde liegende Trockensubstanz-Gehalt (TS). Auch Zu-und Abschläge für trockenere oder feuchtere Ware sollten vorher festgelegt werden.

Ackerbauer: CCM oder Körnermais?

Verkäufer von Mais fragen sich, womit sie unterm Strich besser fahren: Verkauf von CCM ab Feld? Oder auf eigene Kosten ernten und Körnermais verkaufen?

Gegenüber dem CCM-Verkauf ab Feld muss der Verkäufer zusätzlich mindestens die Kosten für Drusch, Transport und Trocknung abdecken....