Untersuchungen abgeschlossen

ASP offenbar nicht verschleppt

Überraschend schnell haben die betroffenen Kreise in Niedersachsen die Überwachungszone auf die Afrikanische Schweinepest überprüft. Das Tierseuchenlogistikzentrum in Nordhorn bleibt aber erhalten.

Seit vergangener Woche Freitag sind die Untersuchungen aller schweinehaltenden Betriebe in der ASP-Überwachungszone in Niedersachsen abgeschlossen. „Wir sind eine Woche eher fertig geworden als geplant – und es gibt keine Hinweise auf weitere Infektionen“, freut sich Dr. Hermann Kramer, Abteilungsleiter des Veterinäramts der Grafschaft Bentheim. Dort war man von 70 zu überprüfenden Betrieben ausgegangen. Aktuell halten aber nur 52 davon Schweine.

"Das größte Problem sind zur Zeit die gesunden Tiere im Stall. Wir wissen noch nicht, ob in dieser Woche noch einmal geschlachtet werden kann."
Dr. Hermann Kramer, Veterinäramt Grafschaft Bentheim

Für knapp 200 Proben aus der Grafschaft – und etliche weitere aus dem Emsland – ging es auf direktem Weg zum Tierseuchenlogistikzentrum auf dem Flugplatz in Nordhorn. Das hatten die Bentheimer vor zwei Wochen zusammen mit dem Kreis Emsland eingerichtet. Im Flugzeughangar wurden die Einsätze koordiniert. Für die Tierärzte hieß das: Auto abgeben, duschen, umziehen und neues Probenmaterial mitnehmen. Jetzt ist das Zentrum abgesperrt, bleibt aber eingerichtet. Wenn die Sperrfrist für den Transport verkürzt werden darf, kann die große Hygieneschleuse schnell wieder in Betrieb gehen.

In der Grafschaft Bentheim wurden in den vergangenen zwei Wochen 52 Betriebe untersucht – der Großteil klinisch, 16 Betriebe bei eventuellen ASP-Symptomen aber auch per Blutprobe.

Im Landkreis Emsland wurden in den Kalenderwochen 29 und 30 in der Schutzzone 28 Betriebe und in der Überwachungszone 33 Betriebe klinisch untersucht. Im Verlauf dieser Kontrollen wurden in 11 Betrieben zusätzlich Blutproben entnommen.

Die Probenanzahl variierte je nach Bestandsgröße. Maximal nahmen die Veterinäre jedoch 29 Proben pro Betrieb.

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