ASP: Brandenburg baut festen Zaun

Um sich vor einwandernden Wildschweinen zu schützen, hat Brandenburg damit begonnen, an der Grenze zu Polen einen festen Wildschutzzaun zu bauen.

Zum Schutz vor mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweinen baut Brandenburg an der Grenze zu Polen einen festen, schwarzwildsichern Wildschutzzaun (sogenanntes Knotengeflecht). Der Bau begann am gestrigen Donnerstag (24.09.) im Landkreis Spree-Neiße an der Landesgrenze zu Sachsen in Neiße-Malxetal. Vom Landesbetrieb Forst Brandenburg wird von dort aus zuerst ein rund elf Kilometer langes Stück in Richtung Norden bis zur Bundesautobahn 15 gebaut, teilte das Land Brandenburg heute mit. „Gemeinsam mit den betroffenen Landkreisen wollen wir diesen festen Zaun in den kommenden Wochen entlang der in Brandenburg festgelegten Restriktionszonen an Neiße und Oder errichten, um die Einschleppung der ASP durch infizierte Tiere aus Westpolen, wo sich die Afrikanische Schweinepest seit Mitte November 2019 ausbreitet, abzuwehren“, sagte Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer.

Staatssekretärin Heyer-Stuffer, die auch den Landeskrisenstab leitet, weiter: „Dieser feste Zaun ist eine weitere Maßnahme im Rahmen der Gefahrenabwehr. Das ist eine wirksame Maßnahme, aber kein Allheilmittel. Diese Tierseuche kann auch von Menschen über sehr weite Strecken verbreitet werden. In der aktuellen Lage hat die verstärkte Kadaversuche im gefährdeten Gebiet oberste Priorität. Wir müssen schnell erfahren, welches Ausmaß die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg genau hat.“

FLI bestätigt drei weitere ASP-Fälle – insgesamt 32

Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute bei drei weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Diese drei Wildschweine wurden alle tot nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden. Der Erreger wurde in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 32 bestätigte ASP-Fälle. Alle infizierten Wildschweine wurden innerhalb des Kerngebiets gefunden.


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