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Wintergetreide – nicht zu früh säen Digital Plus

Aufgrund der hohen Bodentemperaturen und der weiterhin gemeldeten milden Witterung sollte die Saat im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten hinausgezögert werden. Bei Bodentemperaturen über 12 °C steigt die Gefahr von Infektionen mit Schwarzbeinigkeit, Ungräser wie Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser sind im Keim­optimum und ab dem Auflauf ist Läusezuflug und damit auch Virus­übertragung möglich. Sind die Böden oberflächlich ausgetrocknet, muss es zunächst regnen, damit Bodenherbizide einigermaßen wirken können. Bei der Trockenheit ist zudem mit verzetteltem Auflauf zu rechnen. Auf Windhalmstandorten kann etwa b

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Aufgrund der hohen Bodentemperaturen und der weiterhin gemeldeten milden Witterung sollte die Saat im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten hinausgezögert werden. Bei Bodentemperaturen über 12 °C steigt die Gefahr von Infektionen mit Schwarzbeinigkeit, Ungräser wie Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser sind im Keim­optimum und ab dem Auflauf ist Läusezuflug und damit auch Virus­übertragung möglich. Sind die Böden oberflächlich ausgetrocknet, muss es zunächst regnen, damit Bodenherbizide einigermaßen wirken können. Bei der Trockenheit ist zudem mit verzetteltem Auflauf zu rechnen. Auf Windhalmstandorten kann etwa bis zum 3-Blatt-Stadium des Windhalms mit den bekannten Kombinationen aus z. B. 0,25 l/ha Herold SC + 1,5 bis 2 l/ha Trinity gearbeitet werden. Bei Bedarf ist die Zumischung eines Insektizids möglich. Das Getreide wird dann auch drei bis vier Blätter gebildet haben, sodass auch Blattdünger wie 1,5 bis 2 l/ha Lebosol Mangan Nitrat und 5 kg/ha Epso Kombi Top zugemischt werden können. Ackerfuchsschwanz wird, sofern es rechtzeitig regnet, am besten im Vorauflauf mit 0,6 l/ha Herold oder 4 l/ha Malibu (neue Auflagen, siehe unten) oder 0,3 l/ha Cadou + 0,75 l/ha Bacara Forte (in Wintergerste stärkere Aufhellungen möglich) behandelt. Regnet es erst zum frühen Nachauflauf, bestehen noch gute Möglichkeiten mit Kombinationen aus Herold SC, Malibu, Cadou forte Pack + 2 l/ha Arelon Flüssig (nicht auf dränierten Flächen) bzw. + 20 g/ha Lexus (nicht in Wintergerste). Ist Lexus nicht mehr wirksam bzw. fällt anhaltend kein Regen, ist es besser, zunächst abzuwarten. Bei starkem Unkrautdruck kann zum 3-Blatt-Stadium des Getreides mit 2 l/ha Trinity oder 2 l/ha Picona behandelt werden. Der Zusatz eines Insektizids ist jeweils möglich. Der Ackerfuchsschwanz wird dann in der Vegetationsruhe mit 0,9 l/ha Axial 50 (in Wintergerste) oder 1,2 l/ha Traxos (in WW, WR und WT) bekämpft. Wo Axial 50 nicht mehr wirkt, sollte keine Wintergerste angebaut werden. Dort, wo Traxos nicht mehr wirkt, besteht in Winterweizen und Triticale noch die Möglichkeit des Einsatzes von Atlantis im Frühjahr.