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Raps: Unkrautbekämpfung, Schädlingskontrolle Digital Plus

20. August 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche.

Unkrautbekämpfung: Je nach gefallenen Niederschlagsmengen am vergangenen Wochenende, sind die Böden unterschiedlich tief durchfeuchtet. In Kombination mit moderaten Temperaturen sind somit gute bis sehr gute Wirkungsbedingungen für Bodenherbizide gegeben. Bei grobklutigen Verhältnissen sollte, sofern es nicht zu feucht ist, nach der Saat gewalzt werden. Die beste Wirkung, vor allem gegen Unkräuter wie Storchschnabel, erzielen Präparate auf Basis von Metazachlor, Dimethenamid usw. im Vorauflauf. Auch gegen Ackerfuchsschwanz sind dann Wirkungsgrade um 50 % möglich. Die Aufwandmenge

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Unkrautbekämpfung: Je nach gefallenen Niederschlagsmengen am vergangenen Wochenende, sind die Böden unterschiedlich tief durchfeuchtet. In Kombination mit moderaten Temperaturen sind somit gute bis sehr gute Wirkungsbedingungen für Bodenherbizide gegeben. Bei grobklutigen Verhältnissen sollte, sofern es nicht zu feucht ist, nach der Saat gewalzt werden. Die beste Wirkung, vor allem gegen Unkräuter wie Storchschnabel, erzielen Präparate auf Basis von Metazachlor, Dimethenamid usw. im Vorauflauf. Auch gegen Ackerfuchsschwanz sind dann Wirkungsgrade um 50 % möglich. Die Aufwandmengen richten sich vorrangig nach der Bodenart. Auf leichten Böden sind zu diesem Termin halbe Mengen von zum Beispiel 0,75 l/ha Fuego, 1 l/ha Fuego Top oder 1,25 l/ha Butisan Gold/Kombi geeignet. Bei höheren Mengen ist ein zu hohes Verträglichkeitsrisiko für den Raps gegeben. Auf besseren Böden sind zwei Drittel der vollen Mengen passend, wobei an Stellen mit höherem Unkrautdruck die Menge um etwa 20 % erhöht werden sollte. Werden zur Bekämpfung von Wegrauke clomazonehaltige Produkte wie Gamit 36 AMT, Angelus, Clematis, Clomazone 360 CS usw. gewählt, können die Mengen zwischen 0,25 l/ha (leichte Böden) und 0,3 l/ha (bessere Böden) variiert werden. Passt es zum Vorauflauftermin nicht, bestehen mit Fuego Top + Runway, Belkar + Synero, bzw. Runway + Fox, Alternativen für den Nachauflauf. Nähere Hinweise hierzu entnehmen Sie bitte dem Beitrag zur Unkrautbekämpfung in Raps in der Wochenblatt-Ausgabe 30, beginnend auf Seite 28. Frühzeitig mit der Schädlingskontrolle beginnen: Direkt nach der Saat sollten Gelbschalen in die frischen Rapsflächen gestellt werden, um mögliche Schädlingsbesiedlungen zu erfassen. Vor allem geht es jetzt um den Schwarzen Kohltriebrüssler und den Rapserdfloh. Der Schwarze Kohltriebrüssler tritt von Jahr zu Jahr verbreiteter in NRW auf. Nur über Gelbschalen kann festgestellt werden, ob es sich um diesen Schädling handelt.