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Raps ‑ Taubenfraß, Ackerfuchsschwanz bekämpfen, Rauke regulieren, kaum Schädlinge Digital Plus

1. Oktober 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche.

Taubenfraß: In einigen Regionen sind Tauben ein Problem, ohne dass immer große Schwärme auf den Flächen gesichtet werden. Oft fallen betroffene Schläge durch zurückbleibende ovale bis runde Stellen im Schlaginneren auf. Bei genauer Betrachtung der Pflanzen sind scharfe Bisskanten auffällig. Wurde die Pflanze im Keimblatt geschädigt, sind bereits jetzt deutliche Ausdünnungen zu verzeichnen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Niederschlägen nun Wachstum eintritt und betroffene Flächen sich zumindest teilweise erholen.

Ackerfuchsschwanz bekämpfen: Wo noch die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes aussteht, ist...

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Taubenfraß: In einigen Regionen sind Tauben ein Problem, ohne dass immer große Schwärme auf den Flächen gesichtet werden. Oft fallen betroffene Schläge durch zurückbleibende ovale bis runde Stellen im Schlaginneren auf. Bei genauer Betrachtung der Pflanzen sind scharfe Bisskanten auffällig. Wurde die Pflanze im Keimblatt geschädigt, sind bereits jetzt deutliche Ausdünnungen zu verzeichnen. Es bleibt zu hoffen, dass nach den Niederschlägen nun Wachstum eintritt und betroffene Flächen sich zumindest teilweise erholen. Ackerfuchsschwanz bekämpfen: Wo noch die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes aussteht, ist aus Verträglichkeitsgründen Select 240 EC + Radiamix nur bis maximal Mitte Oktober bei stressfreier Witterung (Tagestemperaturen mindestens 12 °C und nachts nicht unter 5 °C) einzusetzen. Später ist dann auf 2,5 l/ha Focus Ultra + 1 l/ha Dash zurückzugreifen. Gegen nachlaufende Gräser sollte zudem ein Einsatz von Kerb flo zu Vegetationsende eingeplant werden. Rauke regulieren: Gegen Rauke kann im 2. Laubblattstadium des Unkrautes mit 0,6 l/ha Fox gearbeitet werden. Aktuell ist darauf zu achten, dass die Rapspflanzen zum Zeitpunkt der Behandlung absolut trocken sind und möglichst in eine helle, strahlungsreiche Witterungsphase appliziert wird. Zudem ist ein Abstand von einer Woche zu anderen Pflanzenschutzmaßnahmen einzuhalten. Als Mischpartner kommen Insektizide und Runway infrage. Mischungen mit Wachstumsreglern oder Graminiziden sind nicht möglich. Kaum Schädlinge: Schädlinge sind kaum vorhanden und Insektizideinsätze weiterhin in den meisten Fällen nicht notwendig. Auf ersten Einzelflächen (etwa im Kreis Borken) werden nun die schwarzen Larven der Rübsenblattwespe beobachtet. Besonders in kleinem oder verzetteltem Raps kann der Blattverlust noch problematisch sein. Behandlungen sind ab einer Larve je Pflanze und deutlichem Blattverlust mit einem Pyrethroid gegen beißende Insekten (zum Beispiel Karate Zeon) zu empfehlen.