Maßnahmen in Getreide

Die Flugaktivität der Läuse hat deutlich nachgelassen. Bevor der Winter einsetzt, sollten die Bestände aber nochmal kontrolliert und gegebenenfalls zur Verhinderung der Übertragung des Gelbverzwergungsvirus behandelt werden.

Die Bedingungen für den Einsatz von Bodenherbiziden sind gut. Auf Windhalmflächen kann bis Mitte November mit z. B. 0,3 bis 0,4 l/ha Herold oder 0,75 bis 1 l/ha Bacara forte behandelt werden. Die hohen Mengen gelten für humose Standorte mit hohem Windhalmdruck.

Auf Ackerfuchsschwanzflächen ist bei späteren Saaten eine Herbstbehandlung nicht unbedingt erforderlich. Der Fuchsschwanzauflauf ist hier oft gering und nicht immer erlaubt das Saatbeet eine wirksame und verträgliche Behandlung mit Bodenherbiziden. Hier kann die Maßnahme ins Frühjahr geschoben werden.

Behandlungen mit Axial 50 bzw. Traxos sollten noch etwas geschoben werden. Die Ungräser sind verzettelt aufgelaufen und die Temperaturen sind noch zu hoch. Mit sinkenden Temperaturen steigen die Wirkungsgrade. Behandlungen auf leichten Frost sind möglich und sinnvoll.

Eine Kontrolle auf Schneckenbefall bleibt wichtig. Insbesondere Weizen nach Raps oder nach anderen blattreichen Vorfrüchten ist gefährdet. Die Schädlinge wandern nach den jetzigen Niederschlägen aus den tieferen Bodenschichten wieder an die Oberfläche.

Wurde die Saat in klutigen Boden abgelegt, können die Schnecken an das Saatkorn gelangen und den Keimling beschädigen. Bei feuchter Witterung haben nass gepresste Präparate Vorteile in der Dauerwirkung.


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