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Körnerleguminosen: Blattläuse, Virus, Virusuntersuchung Digital Plus

21. Mai 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche

Virusbefall in Leguminosen zeigt sich zuerst durch Vergilbung der Blattspreiten.

Körnerleguminosen – erste Blattläuse zu finden: Vereinzelt werden an Ackerbohnen Blattläuse gefunden. In erster Linie sind es Schwarze Bohnenläuse, die ganz versteckt zwischen der Knospenanlage sitzen. Diese Läuseart verursacht bei massenhaftem Auftreten starke Saugschäden an der Pflanze. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 5 bis 10 % befallene Pflanzen mit Koloniebildung. Sporadisch ist auch in den Ackerbohnen die Grüne Erbsenblattlaus zu finden. Sie sitzt unter den Blättern. Durch Ausklopfen der Pflanze auf eine weiße Unterlage kann ein Befall schnell überprüft werden. Diese Laus gilt als Überträger von verschiedenen Virosen. Die Virose mit dem höchsten Schadpotenzial ist das Nanovirus, das in unserer Region im letzten Jahr bis zur Ernte aber nicht nachgewiesen werden konnte. In weit entwickelten Futtererbsen sind ebenfalls vereinzelt Grüne Erbsenblattläuse zu finden. Sie sitzen sehr versteckt in der Blütenanlage oder unter den Blättern. Auch in Futtererbsen k

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Körnerleguminosen – erste Blattläuse zu finden: Vereinzelt werden an Ackerbohnen Blattläuse gefunden. In erster Linie sind es Schwarze Bohnenläuse, die ganz versteckt zwischen der Knospenanlage sitzen. Diese Läuseart verursacht bei massenhaftem Auftreten starke Saugschäden an der Pflanze. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 5 bis 10 % befallene Pflanzen mit Koloniebildung. Sporadisch ist auch in den Ackerbohnen die Grüne Erbsenblattlaus zu finden. Sie sitzt unter den Blättern. Durch Ausklopfen der Pflanze auf eine weiße Unterlage kann ein Befall schnell überprüft werden. Diese Laus gilt als Überträger von verschiedenen Virosen. Die Virose mit dem höchsten Schadpotenzial ist das Nanovirus, das in unserer Region im letzten Jahr bis zur Ernte aber nicht nachgewiesen werden konnte. In weit entwickelten Futtererbsen sind ebenfalls vereinzelt Grüne Erbsenblattläuse zu finden. Sie sitzen sehr versteckt in der Blütenanlage oder unter den Blättern. Auch in Futtererbsen können Virosen durch diese Laus übertragen werden. Zur Überprüfung auf Befall eignet sich auch die Klopfprobe. Der Bekämpfungsrichtwert liegt bei 10 bis 15 Läusen pro Trieb. Bei den jetzt ansteigenden Temperaturen kann sich diese Art explosionsartig vermehren. Chemische Maßnahmen machen aus wirtschaftlichen Gründen erst nach Überschreiten der Bekämpfungsrichtwerte Sinn. In beiden Kulturen stehen nur wenige Insektizide zur Verfügung. Pirimor mit 300 g/ha Aufwandmenge ist zur Regulierung dieser versteckt sitzenden Läuse das Insektizid der Wahl. Werden Marienkäfer gefunden, so weisen sie in der Regel auf einen Läusebefall hin, der aber nicht immer bekämpfungswürdig ist. Es sollten auf jeden Fall zunächst die Blattläuse gezählt werden. Angebot von Virusuntersuchungen: Auch in diesem Jahr sollen das Auftreten und die Bedeutung von Viruserkrankungen in Leguminosen untersucht werden. Dazu benötigen wir Pflanzenproben und Blattläuse von Leguminosen (Ackerbohnen, Gemüseerbsen, Felderbsen, Platterbsen, Luzerne, Lupine, Wicken, Inkarnatklee, Wundklee, Rotklee, Weißklee, Alexandrinerklee, Weißer Gänsefuß). Die Blattproben sollten von einem Standort sein und aus Einzelblättern von mindestens 30 Pflanzen bestehen. Hierbei sind möglichst auffällige Blätter aus den mittleren Blattetagen zu bevorzugen. Luftig verpackt ohne Zugabe von Wasser oder feuchtem Papier sollte die Probe schnellst möglich verschickt werden. Falls Läuse an den Pflanzen vorhanden sind, sammeln Sie diese bitte auch. Kostenfreie, fertige Probenahmekits werden über die Pflanzenbau- und Pflanzenschutzberater an den Kreisstellen, beim Pflanzenschutzdienst und der Fachhochschule Südwestfalen ab Ende der 21. Kalenderwoche erhältlich sein. Es können auch entsprechende Proben mit Hinweis auf das Projekt Viren an Leguminosen direkt an den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW, Gartenstr. 11, 50765 Köln, gesandt werden. Dieses Vorhaben wird von Landwirtschaftskammer NRW und der Fachhochschule Südwestfalen betrieben. Der Ansprechpartner für Rückfragen ist Milan Männel, Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Tel. (0  29  21) 378-31  57, Mobil: (01  51) 68  42  66  43 (auch WhatsApp), E-Mail: maennel.milan@fh-swf.de, Lübecker Ring 2, 59494 Soest.