Kartoffeln – immer wieder Botrytis

Aufgrund der heißen Temperaturen ist die Krautfäule gut kontrollierbar. Allerdings wird immer wieder und vermehrt Botrytis gefunden. Bei starkem Auftreten sollten Sie bevorzugt fluazinamhaltige Fungizide, Bravo oder Signum in die Krautfäulestrategie einbauen.

In anfälligen Sorten treten zunehmend die Alternaria-solani-Dürrflecken auf. Setzen Sie Revus Top, Signum oder mancozebhaltige Fungizide ein. Mögliche Minderwirkungen bitte dem Regionalberater melden!

Die Durchwuchskartoffeln auf den Getreidestoppeln treiben wieder aus, entwickeln sich bei dem wüchsigen Wetter hervorragend und bilden große Knollen. Teilweise haben diese Durchwuchskartoffeln selbst Durchwuchs, das heißt, die neu gebildeten Knollen treiben schon jetzt an den Augen wieder aus und bilden Sprosse, Knollen oder Kindel aus.

Hoffen Sie nicht auf einen harten Winter mit Frost, sondern führen Sie eine gründliche Stoppelbearbeitung durch, denn Durchwuchskartoffeln dienen zahlreichen Krankheiten und Schädlingen als Wirtspflanze.

Regional treten Blattläuse verstärkt in Kartoffelbeständen auf. In Konsumkartoffeln ist eine Bekämpfung nur nach Überschreiten der Schadschwelle von 500 Blattläusen/100 Fiederblätter sinnvoll. Achten Sie bei Bekämpfungsmaßnahmen auf das Vorhandensein von Honigtau, weil die Kartoffeln dann auch von Bienen beflogen werden.

Um Resistenzen zu vermeiden, ist ein Wirkstoffwechsel nötig, falls schon früher ein Insektizid eingesetzt worden ist. Bei hohen Temperaturen keine Pyre­throide einsetzen!


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