Kartoffeln – Drahtwurmbekämpfung

9. April 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche

Attracap gegen Drahtwurm kühl lagern: Attracap (Wirkstoff Metarhizium brunneum Cb15-III) hat zur Bekämpfung von Drahtwürmern in Kartoffeln eine Notfallzulassung mit 30 kg/ha vom 15. Februar 2019 bis zum 14. Juni 2019 für 120 Tage erhalten. Das Mittel ist Fibl gelistet, also auch für den ökologischen Anbau zugelassen. Für die Ausbringung ist ein Granulatstreuer erforderlich. Das Mittel ist nur für Flächen mit niedrigen bis mittlerem Befall geeignet. Die Kosten für Attracap liegen bei ca. 300 €/ha. In mehrjährigen amtlichen Versuchen in Nord-, West- und Süddeutschland lagen die Wirkungsgrade durchschnittlich bei 30 bis 35 %. Für Starkbefallsflächen ist das Mittel nicht zu empfehlen. Aufgrund fehlender Alternativen sollten Starkbefallsflächen aus dem Kartoffelanbau genommen werden.

Attracap ist ein Bioinsektizid, deswegen ist eine kühle Lagerung im Handel und beim Landwirt wichtig. Das Produkt ist bei 4 °C maximal sechs Monate haltbar. Nicht bei unter 0 °C lagern. Die Lagerung muss in einem trockenen Raum im dicht verschlossenen Originalbehälter erfolgen. Den Inhalt vollständig und sofort nach der Öffnung verwenden. Von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln fernhalten. Verpackungen für keine anderen Zwecke wiederverwenden. Leere Behälter sorgfältig und vollständig auswaschen, unbrauchbar machen und sicher und vorschriftsmäßig entsorgen. Alle Geräte nach Gebrauch des Mittels reinigen.


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