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Getreide — Unkrautbekämpfung, Läusebefall kontrollieren Digital Plus

15. Oktober 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche.

Unkrautbekämpfung im Wintergetreide - Ackerfuchsschwanz: Aufgrund der feuchten bis nassen Bodenverhältnisse sind die Wirkungsbedingungen für Bodenherbizide günstig.

Es gibt einzelne Flächen, die aufgrund von Starkniederschlägen so verschlämmt sind, dass nicht sicher ist, ob das gesäte Getreide ausreichend aufläuft. Hier wird man noch kein Herbizid einsetzen. Ist ein ausreichender Auflauf zu erwarten oder schon zu sehen, sollte behandelt werden, sobald die Flächen befahrbar sind.

Ist bereits Ackerfuchsschwanz aufgelaufen, kann auf undränierten Flächen, eine Zugabe von z. B. 2 l/ha Lentipur 700, eine gewisse Blattwirkung erzielen. Aber...

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Unkrautbekämpfung im Wintergetreide - Ackerfuchsschwanz: Aufgrund der feuchten bis nassen Bodenverhältnisse sind die Wirkungsbedingungen für Bodenherbizide günstig. Es gibt einzelne Flächen, die aufgrund von Starkniederschlägen so verschlämmt sind, dass nicht sicher ist, ob das gesäte Getreide ausreichend aufläuft. Hier wird man noch kein Herbizid einsetzen. Ist ein ausreichender Auflauf zu erwarten oder schon zu sehen, sollte behandelt werden, sobald die Flächen befahrbar sind. Ist bereits Ackerfuchsschwanz aufgelaufen, kann auf undränierten Flächen, eine Zugabe von z. B. 2 l/ha Lentipur 700, eine gewisse Blattwirkung erzielen. Aber nicht alle Weizensorten vertragen Lentipur 700. In Gerste wird die Verträglichkeit von Lentipur 700 und entsprechenden Produkten als gut bezeichnet. Als Mischpartner ist Herold SC zu bevorzugen. In Kombination mit Bacara forte oder Malibu kann es zu stärkeren Aufhellungen an der Kultur kommen. Hat der Ackerfuchsschwanz zwei und mehr Blätter gebildet, stellt sich die Frage, ob Axial 50, Traxos oder Sword + Additiv zugesetzt werden sollte. Der Fuchsschwanz ist noch klein und weich im Blatt. Also empfindlich. Andererseits ist es zurzeit noch sehr warm, was sich wiederum negativ auf die Wirkung auswirkt. Unter den aktuellen Verhältnissen sollten, nach unserer Einschätzung, zunächst die Bodenherbizide vorgelegt werden. Die Blattherbizide werden vorerst aufgespart und dann im einstelligen Temperaturbereich eingesetzt. Windhalm und Rispe: Die Wirkungssicherheit der verfügbaren Herbizide ist gut. Dennoch sollten die Behandlungen bis EC 13 der Kultur abgeschlossen sein. Virusvektoren im Getreide: Die Besiedlung der frisch aufgelaufenen Saaten hat über die warmen Tage zugenommen, sodass sich Flächen mit Besatz über 10 % Pflanzen mit Läusen finden lassen. Eigene Kontrollen sind daher ratsam. Bei stärkerem Läuseaufkommen (Läuse und erste Kolonien sind leicht zu finden), sollte dann zur Verhinderung der Virusübertragung ein Pyrethroid ein- bzw. zugesetzt werden. Geeignet ist unter anderem Karate Zeon mit 75 ml/ha.