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Getreide – Kontrolle auf Läuse Digital Plus

In Höhenlagen sind die ersten Saaten von Wintergetreide aufgelaufen. Die frischen Pflanzen werden gern von Läusen beflogen. Aus der Vergangenheit weiß man, dass 2 bis 15 % der Läuse mit dem Gelbverzwergungsvirus beladen sind und diesen bei längerer Saugtätigkeit auf das Getreide übertragen. Die Bestände sollten daher auf Befall kontrolliert werden. Besonders gefährdet sind Flächen in der Nähe zu Maisbeständen, die einen starken Läusebefall au

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In Höhenlagen sind die ersten Saaten von Wintergetreide aufgelaufen. Die frischen Pflanzen werden gern von Läusen beflogen. Aus der Vergangenheit weiß man, dass 2 bis 15 % der Läuse mit dem Gelbverzwergungsvirus beladen sind und diesen bei längerer Saugtätigkeit auf das Getreide übertragen. Die Bestände sollten daher auf Befall kontrolliert werden. Besonders gefährdet sind Flächen in der Nähe zu Maisbeständen, die einen starken Läusebefall aufweisen. Mais leidet selbst wenig unter dem Virus, ist aber eine Wirtspflanze. Finden sich zu diesem frühen Zeitpunkt, ohne langes Suchen, mehr als 10 Läuse je m2, empfiehlt sich eine Behandlung. Diese sollte erfolgen, wenn die Koloniebildung einsetzt. Geeignet ist unter anderem Karate Zeon mit 75 ml/ha. Sofern das Getreide drei bis vier Blätter gebildet hat, macht auch die Zugabe von Blattdüngern Sinn. Eine Zugabe empfiehlt sich vorzugsweise auf leichten, humosen oder tonigen Böden. Hohe pH-Werte und Phosphatgehalte sind neben Trockenheit weitere Faktoren, die die Verfügbarkeit von Mikronährstoffen vermindern. Bewährt sind Zusätze von 1,5 bis 2 l/ha Lebosol-Mangan-Nitrat + 5 kg/ha Epso Combi Top. Liegt Bor in der Versorgungsstufe A, ist es sinnvoll unter den derzeit trockenen Bedingungen anstelle von 5 kg/ha Epso Combi Top mit einer Kombination aus 2,5 kg/ha Epso Combi Top + 2,5 kg/ha Epso Micro Top zu arbeiten. Über diesen Weg werden 23 g/ha Bor verabreicht. Ein temporärer Bormangel ist auf Standorten mit überhöhten pH-Werten zu erwarten.