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Eröffnung der Weihnachtsbaumsaison

Weihnachtsbaum: Preis bleibt stabil Digital Plus

Die Trockenheit konnte den Weihnachtsbäumen auch in diesem Jahr nichts anhaben, deshalb bleiben die Preise stabil. Beim Schnittgrün erwarten die Erzeuger künftig Engpässe.

Mit mehr als 600 Betrieben im Haupt- und Nebenerwerb ist das Sauerland „Hotspot“ der Weihnachtsbaumproduktion bundesweit.

Die Ernte der Weihnachtsbäume ist in vollem Gange. Seit Tagen heulen Motorsägen in den Kulturen. Voll beladene Wagen transportieren die eingenetzten Christäume aus den Schonungen auf die Höfe der Direktvermarkter und Händler. Am gestrigen Donnerstag wurde die Saison jetzt auch ganz offiziell eröffnet. Dabei informierten die Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger über die aktuellen Verkaufspreise: Mit durchschnittlich 18 bis 24 €/lfm bleiben die Preise für den Nordmann stabil. Satt grün, trotz Trockenheit Trockenheit und Wassermangel waren 2019 kein Problem für die Anbauer. „Die Bäume sind satt grün und gleichmäßig gewachsen“, sagte Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW. Mit mehr als 600 Betrieben im Haupt- und Nebenerwerb ist das Sau

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Die Ernte der Weihnachtsbäume ist in vollem Gange. Seit Tagen heulen Motorsägen in den Kulturen. Voll beladene Wagen transportieren die eingenetzten Christäume aus den Schonungen auf die Höfe der Direktvermarkter und Händler. Am gestrigen Donnerstag wurde die Saison jetzt auch ganz offiziell eröffnet. Dabei informierten die Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger über die aktuellen Verkaufspreise: Mit durchschnittlich 18 bis 24 €/lfm bleiben die Preise für den Nordmann stabil. Satt grün, trotz Trockenheit Trockenheit und Wassermangel waren 2019 kein Problem für die Anbauer. „Die Bäume sind satt grün und gleichmäßig gewachsen“, sagte Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW. Mit mehr als 600 Betrieben im Haupt- und Nebenerwerb ist das Sauerland „Hotspot“ der Weihnachtsbaumproduktion bundesweit. „Die Herkunft das Baumes ist den Kunden wichtig“, betonte Hennecke und ergänzte, „anders als der künstliche Baum sind Weihnachtsbäume aus der Schonung klimaneutral." Weiterhin ist die Nordmanntanne bei den Kunden die erste Wahl. Grund dafür sind laut des Verbandes die speziellen Eigenschaften der Tannenart, die optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Schnittgrün: Es wird Engpässe geben Auch die Qualitäten des Schnittgrüns waren bislang zufriedenstellend. In diesem Segment dominiert ganz klar die Nobilistanne. Bei der Nachfrage zeichnet sich laut Hennecke ein Trend ab: Das Allerheiligengeschäft ist eindeutig rückläufig - Kränze und Gestecke zum Beispiel für den Friedhof sind mittlerweile weniger gefragt. Die wachsende Nachfrage nach Adventsdekoration hat dies jedoch kompensiert. Der Verband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger rechnet mit steigenden Schnittgrünpreisen. Grund dafür ist die sinkende Verfügbarkeit von Nobilisgrün am Markt. "Es wurden in den zurückliegenden Jahren zu wenige Nobilistannen nachgepflanzt", urteilte Hennecke. Ein weiterer Grund ist die intensive Zapfenbildung in den zurückliegenden zwei Jahren. Dadurch waren die Tannenzweige häufig nicht mehr als Schnittgrün nutzbar. Viel Arbeit für den perfekten Baum Zwei Drittel der bundesweit verkauften Weihnachtsbäume stammen aus dem Sauerland - häufig aus Familienbetrieben mit nur wenigen Mitarbeitern. Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, warb darum nochmal für die Wertschätzung des Produkts und dessen Produzenten. "Der Anbauer arbeitet mehr als acht Jahre lang an "seinem" Baum", sagte der Kammerpräsident. Ziel der Landwirtschaftskammer ist laut Werring, durch ständige Versuche die Arbeit der Betriebsleiter zu vereinfachen. Das betrifft beispielsweise Versuche zu Untersaaten in den Kulturen, die das Wachstum von Unkräutern senken sollen.