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Borkenkäfer

Satellitentechnik hilft bei der Borkenkäferbekämpfung

Schwache Fichten schneller finden als der Borkenkäfer: Wald und Holz NRW kann mit den Daten europäischer Satelliten und einem trainierten Algorithmus nun regelmäßig die Gesundheit der Nadelbäume für ganz NRW kartieren.

Hat der Borkenkäfer geschwächte Fichten erst einmal befallen, sterben sie häufig ab.

Die Karten illustrieren in sieben Stufen, wie sehr die Nadelbäume - besonders Fichten - durch den Wassermangel geschwächt sind und dadurch anfällig für Borkenkäferbefall sind, teilt Wald und Holz NRW mit. Was zunächst einfach klingt, ist für Förster und Waldbesitzer eine große Hilfe bei der Bekämpfung der Borkenkäfer.

Der Kartenausschnitt stellt die Vitalitätsabnahme der Nadelbäume bei Lindlar dar: Tiefrote Zonen zeigen Fichten, die bereits abgestorben sind, der Schutz der Fichten in den helleren Zonen sollte im Vordergrund der Bekämpfung stehen.

Präzises Werkzeug

Dr. Mathias Niesar, Waldschutz-Experte bei Wald und Holz NRW, urteilt: „Die Präzision der Auswertung hat uns überrascht. Die neuen Karten können alle Waldeigentümer online abrufen und sehen, wo die Bäume stark geschwächt sind und leicht den Borkenkäfern zum Opfer fallen können. So können sie viel besser einschätzen, wo die Bekämpfung erfolgversprechend ist, wo Kräfte gebündelt werden sollten.“

Gesundheit der Fichte überwachen

Für die Entwicklung wurden laut Wald und Holz NRW zunächst die Satelliten-Daten von 2017 und 2018 in einem Raster von 10 x 10 m miteinenander verglichen. Die Förster in den entsprechenden Revieren beschrieben den Zustand von ausgewählten Waldstücken und Bäumen. Mithilfe dieser Beobachtungen wurde das System trainiert und sieben Stufen der Vitalitätsabnahme abgeleitet. Das Ergebnis dient nun als Referenz für die laufende Einstufung Fichtengesundheit.

Die Karten sind hier online abrufbar.