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Wiederaufforstung

Klöckner will massiv aufforsten

Bäume gegen Klimawandel: Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich für ein „Mehrere-Millionen-Bäume-­Programm“ zur Wiederbewaldung geschädigter Flächen ausgesprochen.

Dem Agrarministerium zufolge werden mehrere Millionen Bäume benötigt, um den Verlust von insgesamt 110.000 Hektar Wald auszugleichen.

Für ein „massives“ Programm zur Wiederaufforstung hat sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ausgesprochen. Nach ihren Worten werden mehrere Millio­nen Bäume zur Wiederbewaldung geschädigter Flächen benötigt. Allein durch Waldbrände sei im vergangenen Jahr eine Fläche von rund 2500 ha verbrannt; das sei so viel wie seit 26 Jahren nicht mehr, erklärte die Ministerin am Dienstag vergangener Woche in Berlin.

Ein historisches Ausmaß habe zudem der jüngste Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern, betonte Klöckner. Daher bestehe dringender Handlungsbedarf.

Freifläche von 110.000 ha durch Waldverlust

Zusätzlich haben die Extremwetterereignisse des vergangenen Jahres mit Stürmen und Dürre sowie der Borkenkäferbefall zu massiven Schäden geführt. Alles zusammengerechnet sei hierzulande eine Freifläche von 110.000 ha durch Waldverlust entstanden. Laut Klöckner könnten die Investitionen für das „Mehrere-Millionen-Bäume-­Programm“ aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung kommen. Das sei im Interesse aller, so die Ministerin. Sie sieht im Anpflanzen von Bäumen das „effektivste Mittel“ gegen den Klimawandel.

Eine Sprecherin des Agrarressorts erklärte, dass sich Klöckner bei den Beratungen der Bundesregierung über zusätzliche Maßnahmen zum Klimaschutz für den Wald stark mache. Der notwendige finanzielle Umfang für ein solches Programm wurde nicht genannt. Klöckner betonte, der Wald sei die Lunge der Gesellschaft, ein entscheidender Klimaschützer. Wälder seien wie kein anderes System in der Lage, Kohlendioxid zu ­speichern.