Münsterländer Wertholzversteigerung

Eiche liegt weiter im Trend

Etwa 2000 fm Wert- und Starkholz wechselten bei der 54. Münsterländer Holz­auktion den Besitzer. Einige „Exoten“ überraschten mit Höchstpreisen.

Die diesjährige Münsterländer Wertholzversteigerung in Nottuln-Appelhülsen startete schwungvoll: Mit 1280 €/fm konnte Auktionator Ferdinand Graf von Merveldt gleich den ersten Stamm zum Höchstgebot zuschlagen. Insgesamt kamen 2016 fm Wert- und Starkholz unter den Hammer. Mit einem 10 % geringeren Durchschnittspreis lag die Eiche qualitätsbedingt unter dem Vorjahreswert. Alles in allem wechselte Ende Februar Holz im Gesamtwert von 750. 000 € den Besitzer.

Rund 600 fm Wertholz mehr als im Vorjahr konnten die etwa 40 Käufer in Appelhülsen bebieten. Das lag vor allem an den günstigen Erntebedingungen im zurückliegenden Winter, war sich Adalbert Koch vom Regionalforstamt Münsterland sicher.

Etwa 90 % Eichenholz

Das Angebot umfasste 193 Einzelstämme und 221 Lose. Mit rund 90 % lag der Schwerpunkt der Versteigerung wieder auf der Eiche. Der Durchschnittspreis bezifferte sich am Auktionsende auf 655 €/fm bzw. 457 €/fm beim Eichenlosholz. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Durchschnittspreise damit jeweils um rund 10 % gefallen.

Das Höchstgebot lag bei 1550 €/fm. Teuerster Stamm wurde eine 6,68 fm starke Eiche. Mit 1280 €/fm hat diese Walze eines Waldbauern aus dem Münsterland einen Wert von 8550 €. Der Stamm soll zu Furnieren verarbeitet werden.

Andere Baumarten nahmen eine deutlich geringere Bedeutung ein. Mit 69 fm war die Esche die zweithäufigste Baumart auf der diesjährigen Auktion. Ihr Holzpreis befindet sich mit durchschnittlich 216 €/fm auf Vorjahresniveau.

Überraschungsbaum

Einen wesentlich höheren Verkaufspreis erzielte das angebotene Walnussholz. Der Zuschlag erfolgte in diesem Jahr bei durchschnittlich 911 €/fm – 2018 waren es lediglich 377 €/fm. Für eine besondere Überraschung sorgte ein einzelner Weidenstamm: Ein Käufer aus den Niederlanden bot 310 €/fm für den fast 4 fm starken Baumstamm. Adalbert Koch war mit dem diesjährigen Auktionsergebnis zufrieden.

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