Pferd & Pferdesport

Tipps zum Anweiden

Bevor es rausgeht, gilt es Pferde behutsam anzuweiden. Denn sonst drohen gesundheitliche Probleme wie Koliken oder Hufrehe.

Nach den Wintermonaten im Stall sind die ersten frischen Gräser auf den Koppeln ein Hochgenuss für die Vierbeiner. Doch Pferde vertragen eben besser mager.

Pferde reagieren empfindlich

Hier liegt das Problem: Zuviel junges Gras führt bei Pferden schnell zu Krankheiten. Oft kommt es zu Koliken. Derartige Störungen im Verdauungstrakt können tödlich enden. Ebenso kann der hohe Gehalt einer bestimmten Zuckerart im Gras – Fruktan – aufgrund von Stoffwechselstörungen Hufrehe hervorrufen. Dieser entzündliche und für Pferde hochgradig schmerzhafte Prozess kann zu chronischen Lahmheiten führen.

Pferde richtig anweiden

Um gesundheitliche Probleme zu vermeiden, sollten Pferde sorgsam auf die Futterumstellung vorbereitet werden. Darauf weist die Landwirtschaftskammer NRW hin.

  • Wichtig ist, den Weidegang über mehrere Wochen langsam zu steigern, damit die Pferde nicht zu viel Gras aufnehmen und sich der Verdauungsapparat auf die Futterumstellung einstellt.
  • Weil der Fruktangehalt im Gras am Vormittag höher ist, sollten die Pferde nachmittags auf die Weide.
  • Pferdebesitzer können ihre Tiere auf das junge Gras und die neue Weidesaison vorbereiten, indem sie ihr Pferd an Halfter und Führstrick kontrolliert grasen lassen.

Pferdebesitzer lassen ihr Pferd an Halfter und Führstrick kontrolliert grasen, um es behutsam auf die neue Weidesaison vorzubreiten. (Bildquelle: Kopf)

Den Weidegang langsam steigern

  • In der ersten Woche genügen täglich zehn Minuten.
  • In der zweiten Woche sind dann schon 10 bis 30 Minuten drin.
  • Ab vier Wochen empfehlen Experten zwei bis vier Stunden täglich.
  • Ab der fünften Woche können die Pferde in der Regel den ganzen Tag auf die Weide.

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