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Zölle auf Agrarprodukte und Lebensmittel

Nachdem US-Präsident Trump vergangene Woche damit gedroht hat, die Importe von Stahl und Aluminium mit Zöllen zu belegen, zieht die EU nach und kündigt ihrerseits Strafzölle an - unter anderem auf Saatgutmais und Whiskey.

Entschlossen reagiert die EU auf die von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle.

Die Europäische Union hat den USA mit Strafzöllen auf die Lieferung verschiedener Agrarprodukte und Lebensmittel gedroht, darunter Saatgutmais, diverse Reisprodukte, Cranberries sowie Whiskey und Erdnussbutter. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström verteidigte die Maßnahme vor Medienvertretern in Brüssel als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium.

Trumps Drohung

Trump hatte in der vergangenen Woche damit gedroht, die Importe von Stahl in die USA mit einem Zoll von 25 % zu belegen; bei Aluminium nannte er 10 %. Trump begründete dies unter anderem mit den Sicherheitsinteressen seines Landes.

Reaktion der EU

Malmström wies die Begründung Trumps scharf zurück, da es sich bei der Europäischen Union um einen Alliierten und Nato-Partner der Nordamerikaner handele. Sie hält eher Wirtschaftsinteressen der Nordamerikaner für ausschlaggebend. „Diese sind aber nicht konform mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO)“, betonte Malmström und rechtfertigte damit die möglichen Gegenmaßnahmen der Europäer.

Die Handelskommissarin unterstrich die Bereitschaft der EU, eine Eskalation des Handelsstreits zu vermeiden. Sollte Trump seine Ankündigung allerdings wahr machen, sei Brüssel gezwungen, darauf zu reagieren. Auch eine Beschwerde bei der WTO werde dann folgen.