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Wolf "letal entnommen"

Am Mittwochabend wurde im niedersächsischen Heidekreis ein Wolf erschossen. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit.

Die Rückkehr der Wölfe - hier ein Symbolbild - sorgt seit Jahren für Diskussionen. Foto: S. Gerth / Blickwinkel

Am Mittwochabend (27. April) wurde im niedersächsischen Heidekreis ein Wolf erschossen. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit.

Das Tier mit der Kennung "MT 6" hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt Menschen genähert und war ihnen zum Teil bis auf wenige Meter nahegekommen. Wie der NDR berichtet, war das Tier in Breloh im Heidekreis einer Spaziergängerin, die mit einem Kinderwagen unterwegs war, gefolgt. Vor wenigen Tagen erst wurde im Landkreis Celle ein angeleinter Haushund von einem der beiden in Niedersachsen ansässigen Wölfe mit Peilsender gebissen. Die Behörden gehen davon aus, dass es das Tier "MT 6" war, das in den Medien auch unter dem Namen "Kurti" Schlagzeilen gemacht hat.

Ministerium spricht von "letaler Entnahme"

Überlegungen, das Tier in einem landeseigenen Gehege in Springe unterzubringen, wurden verworfen. Daraufhin hat das Umweltministerium den Wolf "im Rahmen einer Maßnahme zur Gefahrenabwehr letal entnommen", wie es in der Mitteilung an die Presse wörtlich heißt.

Die Landesjägerschaft und auch der Naturschutzbund NABU unterstützen die "letale Entnahme". Die NABU-Sprecherin Kathrin Klinkusch wies gegenüber dem NDR darauf hin, dass das natürliche Revier eines Wolfs rund 250 Quadratkilometer umfasse und es für das Tier "großen Stress" bedeute, wenn es eingesperrt werde. Str.


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