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Agrarministerkonferenz in Münster: Aktuelle Stimmen und Einblicke

Am Rande der Agrarministerkonferenz in Münster fordern WLV und RLV Klarheit über Rahmenbedingungen und eindeutige betriebliche Perspektiven. Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking nimmt auch die Verbraucher in die Verantwortung.

Weichenstellungen für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland erwarten der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) von der heute beginnenden Agrarministerkonferenz in Münster. „Wir brauchen Klarheit über die künftigen Rahmenbedingungen“, erklärte WLV-Präsident Johannes Röring bei einer Kundgebung mit rund 150 Landwirten aus Nordrhein-Westfalen. Röring betonte erneut die Bereitschaft der Bauernfamilien, sich neuen Anforderungen an Tierhaltung und Ackerbau zu stellen. Für die dafür notwendigen Investitionen müsse man aber wissen, wohin die Reise gehe.

Konkrete Forderungen der Verbände

Beide Verbände erwarten von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eine „Vorwärtsstrategie“, die den wirtschaftenden Betriebe eindeutige Perspektiven aufzeigt. In der Nutztierhaltung gehe es um ein akzeptables Verfahren zur Ferkelkastration ab 2019 sowie angemessene Übergangsfristen für Neuregelungen in der Sauenhaltung. Zudem fordern die beiden Landesbauernverbände eine staatliche Tierwohlkennzeichnung mit Herkunfts- und Haltungsangaben und eine vereinfachte Investitionsförderung im Bereich der Silagelagerung. Im Ackerbau brauche man ein Bekenntnis der Politik zum Pflanzenschutz sowie weniger Bürokratie bei der Förderung der Artenvielfalt auf dem Acker.

Absage an Mengenregulierung im Milchsektor

Eine Absage erteilen WLV und RLV Vorschlägen, eine Mengenregulierung im Milchsektor einzuführen. „Die Einführung eines quotenähnlichen Regimes im EU-Milchmarkt lehnen wir entschieden ab“, stellte WLV-Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier klar.

Schulze Föcking nimmt Verbraucher ins Visier

Im Rahmen der Kundgebung haben WLV und RLV ihre gemeinsame Resolution zur Vorwärtsstrategie der heimischen Landwirtschaft an NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking übergeben. Schulze Föcking betonte im Rahmen der Kundgebung auch die Verantwortung der Verbraucher: Es könne nicht sein, vor dem Supermarkt die eigene Bereitschaft, für Lebensmittel mehr zu zahlen, zu betonen , diese aber an der Kasse zu vergessen (siehe Video).

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