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Wittgensteiner Wutrede: Verfahren eingestellt

Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein (zweiter von rechts) hat sich für seine Äußerungen entschuldigt. Die Aufnahme entstand 2010 bei der Freisetzung der ersten Wisente. Foto: Petercord

Eine Wutrede gegen Sauerländer Bauern und Gegner des Wisentprojektes trug Richard Prinz zu Sayn-Wittgenstein die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein. Das Verfahren wurde nun gegen Zahlung von 5000 € an das Kinderhospiz in Olpe eingestellt.

Sayn-Wittgenstein hatte sich im Rechtsstreit zwischen Waldbauern aus dem Sauerland und dem Trägererein des Wisentprojektes im September 2015 zu einer Wutrede hinreißen lassen. Nach einem Bericht der Siegener Zeitung hatte er unter anderem folgendes geäußert: "Wenn die es schaffen, die Wisente, die jetzt draußen rumlaufen, abzuschaffen, dann kann es gut sein, dass ihre Höfe brennen. Das wissen die auch ganz genau. Ich zünde sie nicht an, aber ich weiß, wie es geht.“

Öffentlich und persönlich entschuldigt

Die Staatsanwaltschaft Siegen hatte daraufhin gegen Sayn-Wittgenstein ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens (§ 126 StGB) eingeleitet. Sayn-Wittgenstein selbst, von der "Westfalenpost" befragt, hatte sich bereits wenige Tage später von seinen Aussagen distanziert. Auch bei den Sauerländer Waldbauern, den Adressaten seiner "Brandrede", hat er sich nach Mitteilung der Siegener Staatsanwaltschaft "persönlich entschuldigt".

Die Staatsanwaltschaft Siegen erteilte dem Beschuldigten die Auflage, den Betrag von 5000 € an den Deutschen Kinderhospizverein in Olpe zu zahlen. Nach Erfüllung dieser Auflage wurde das Verfahren nun eingestellt. Str.