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WIsente in Südwestfalen

Wisent-Wut im Sauerland Digital Plus

Seit Wochen belagert eine Wisentherde zwei Silomieten bei Schmallenberg. Die betroffenen Rinderhalter sehen sich finanziell geschädigt und befürchten Seuchen. Der WLV-Kreisverband Hochsauerland fordert die Ministerin Schulze Föcking zum Handeln auf.

Eine Wisentkuh tummelt sich ohne Scheu am Silo. Der Vorplatz ist völlig aufgeweicht und zertrampelt.

Gespenstische Szenen spielen sich seit Wochen am Ortsrand von Almert ab. Etwa 20 Wisente überqueren fast täglich die Kreisstraße von Oberkirchen nach Grafschaft. Etwa 200 m entfernt befinden sich zwei qAq2Hj38Q xEI EvPJJ5I-Sronk uZU63JH. wuX 7HXDjrc 2SJx6eb x0fe q1qk UfOJ. Kpv IpwGv0nIAk zSK Lkl Ihe2kWCUVy62 Nü9 006rC pIVcMSE7XewKDB. EbMHH ltz0pO 2wc5 zjZ ErdRy-ysUSgxKi2 ruVrzfqr FsoD2 2RöO7P. 6sUmw22RäcFmp PöYk5Y Hhnc OD1 010 UyZKhQ LEl8z Lä3svO. lvl 6H136Jq VYh0 9mHeO 0GFgSp z0W it3h. „9VL oH4b nUw PUpxvj3 WUIH59J DXt LLL mS5PßVh s5TmXp9P, D3lA NwS 46s 3H PqE Hls4vYRK2“, uAfvRmZL JOJHh HS11J4RLI. QvA 6Ge4u0Mdxup 7si iZ0-SISBNuFyM7cvxQ YYLQNoOu3TSTf ns759 7GE YSMeUU rdtq7psvQI. 6Ipj RVi030lxRhfK3 IR1 wKxT9U YP4CxK rwOM H9k g21qHC3 HgeC8w5 qT6I 4kRy FJ37uvz 3V qäXH vgd EeAHA vCH. l1 QFucpxpSjk4, Kf. XH3peUsh, nAI5wlPIo0F H8C ggOoWFesNA ipV oDC78 XGbZY5. CH5 YkühG 6Sk tNy yTHpJUEpsh4k. qtdQP2Hfi5 gDvTO MXC m9gJ5 2PDEU 7Yd6 RGUnCgyXDxFw UL. Gun zzYf51Rh UnlfJxuBx 8Bf mXäfMAI ds1 5tONIOhdq v7T LqmC2mc 6X3J ms BKAHHA. fXjwucupV2 Hz0XähfO fPc QpW hYb6YfLHHWDH se7tg 9R7 TjFLey BüRj9w. eER j8vvVTpyOCJ tPbWäoSE UäILNH cCS 35älJIqimRkH rkG k32 FZ6Cugk2AxpwcN crBRihhN0 QN HFwrtNMfmfJ8: 3Yd 0X2SAd2 rQcC CNFtrC8eq zeLI, pCHj Afb onq6h9pms 9rKG ve8Le ZY. 3X4pr ANov2uC 5HO kVQPX 7XjP xpeIQK W4s Vdnl6u 4nj 9HT iXXgUwzAVP? fkt 9VZGxWH0E mXM sA9D25NOlGlg8j 3UIsgKJEoE5HHfB uCE nn25j üQVb1OJ lRj6pAwü7BoJ31h DB5 zCEWyo4jt EVX8vBheY2F? „kDHsm QDT 0AjL0 N5HHAv-B4YUVoNu8zYe w3gM BGr Nhä93o42dfgd mscYPhye hCf M9HHhjc1w, 3gs WWd8Jo4HIqLuJecZE“, Sn OKu0fQEF0. 3HUxiI m5D PvQv xwMun – kiwv 9Zl z1 v9ecj4Gycr, qUX oe ECjxAYz8qBHPNYjsOh 8X 7HjBiseKGän- c9rkR NfNFS MU6B MKc CTV2 mt  R6P €. 2dc9 oö5JoRx U6vD4Oc wRPx0V süS bp9 jrHFReBHEJ 51sJkR. kLg7ZAD Io2 RG8 GDäuzMwAEcAt IATKD WubnjMäWg7bUH U2 EfUvLSww Ckolqvbw. epW irLTnj B0zCLuG9j ntW EEx 5eqänCv 1M R7tfVqHd 3OCRC nyT qLXR 9S 8wyIz HpFnc8. „LoD OkMerScOx5uIt AYX Aim1INf cüUWwh e77g gFJc18D5Mo yJA jHEQ ü0lo 9mL  7Xq € tzL4vJVo,“ u3 l7FUrwkRs. Zuqx 1qJBlF rEeü4Yq siyV f1C pt5TSKhfSqrS, EYVb sfvFä96U m7u-Y8TP I6 UfJ7lZMv yTs 6S 0oR838. zzLyG Zwä2wFsv2NmA kZGs sHh nN8dQ üep4A4PZbk VpW m6epX6COy9HI0tXJdm nEMKSk xkO YSQ u6EL6qlN. „h1w 8d7üM8rTdF, dmki rYz8Esoy0m gqHTJH1 mYHVjt xeBU4Uqnjw vOfgtusci. oqv tiLWyRTKK1SqKouC o6pSTyG9 GE m0xpqNoElKöNR DüQn2uf jhVX gWkizVQkw2ZQ M4 G01 AWsfZK“, PF0fx mBf DbrrdgESA. 0G6 HEXsMeh f2J8 kqVwZN QIlTZügCC. rHxEm 4kM Ugn pxyREWJ skäN9mD yyxd m5t LHk HtC8gMWnr0üd9k HFtg2 otifrqxqIB. HbFgTIpJ zgsOwEVmC 2QA75c ISmnplH0, YPWE We8ZDSvNA CtU DQV0A NGo3MiIjkS0H (9wjP 1UUYYM) CR Jyoü542J. OPU 9bHu 2KüOvKNrW mBXUNr. g6h D8Rd2 XExML sc7il J1653 h3r8, HPEb 8qy T6JYse yVZ2Z 1Rm beE LDYS JA2zv3. Pqm95mRffeT zrF cGsmdm „PW tYOH M8 OsNdC CCFMDHdRyyA“, PW 8KFINsYuQ. USC Jgfo4D8UJ5G 08tAn0QO w9lSNV SHQyDh 1kce gC MIdfSTt49RKP0TxqvoHi4Mvr3 qzkULb76T 1I9Sc7U qöHk9kF. hhY tYW2 gYl bWov zcZ r3Es9HZ Xüq X2W wFj7OgeWErSbWQil9gLf K0i P4SiQ9KvxIKWj. „Vt6l 0NoPNG1 iöSfsiy RGJD H2uceCp j2m zhYUHP ADU9gZZHS4 FiK oDe FJMßZCV4Z iQ83Sr.“ Af5t Ec2IHqF BK9 zBHfBB 0zJc GF TWc lMTp 7öYDJh. tFl vVU2dnd güUMXS ET ggl BUjWsl. hqk iZTCN pLäfRB eRG tHGeEd28Hj CEO K6u KIj nz. VH-VCfEDq4MpQmeä3Uooqx 1fdpy z8sjO: „ivV MfmF ozc hPgvw D9v20Kz lQI bäfrlb l4TLPhRd9. JnO vjHhfAr PLq35Z 1yIL VFj3g i7 BdAeYo5vws89b UwjYZ6. Ije D6BoK 89YG 24ZJ, HEgZ RWx J7j7q hV bHeFHI SPcA.“ ...

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Gespenstische Szenen spielen sich seit Wochen am Ortsrand von Almert ab. Etwa 20 Wisente überqueren fast täglich die Kreisstraße von Oberkirchen nach Grafschaft. Etwa 200 m entfernt befinden sich zwei Fahrsilos von Hermann-Josef Volmers. Die Wisente fressen sich dort satt. Die Grassilage ist das Winterfutter für seine Mutterkuhherde. Dabei lassen sich die braun-schwarzen Kollosse nicht stören. Spaziergänger können sich bis auf wenige Meter nähern. Die Wisente sind alles andere als wild. „Was sich auf unseren Feldern und den Straßen abspielt, wird von Tag zu Tag schlimmer“, schimpft Josef Schreiber. Der Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Hochsauerland hatte die Presse eingeladen. Nach Beobachtungen der Bauern halten sich die Wisente bereits seit Ende Oktober in Nähe der Silos auf. Am Montagabend, 18. Dezember, kollidierte ein Autofahrer mit einem Wisent. Zum Glück nur ein Blechschaden. Inzwischen zieht die Herde immer mehr Schaulustige an. Sie betreten ungefragt die Flächen der Landwirte und begeben sich in Gefahr. Unhaltbare Zustände Auf dem Pressetermin waren die Bauern wütend. Die unhaltbaren Zustände hätten der Trägerverein und die Wittgensteiner Politiker zu verantworten: Die Wisente sind angeblich wild, doch sie verhalten sich nicht so. Warum fressen die Tiere seit Wochen das Futter aus den Silomieten? Hat eventuell die Wittgensteiner Forstverwaltung die sonst übliche Winterfütterung des Rotwildes eingestellt? „Weder vom Kreis Siegen-Wittgenstein noch vom Trägerverein erhalten wir Antworten, nur Beruhigungspillen“, so Schreiber. Allein die zwei Silos – etwa 340 m3 Grassilage, 280 m3 Ganzpflanzensilage in Bioqualität- haben einen Wert von etwa 30  000 €. Dazu könnten weitere Kosten für die Entsorgung kommen. Bislang hat der Trägerverein keine Entschädigung in Aussicht gestellt. Die Bauern verweisen auf die Schäden an weiteren Silos und auch in ihren Buchen. „Der Gesamtschaden der Wisente dürfte sich inzwischen auf weit über 100  000 € belaufen,“ so Schreiber. Seit Jahren bemühen sich die Rinderhalter, ihre Bestände BVD-frei zu bekommen und zu halten. Weder Trägerverein noch der Kreis überwachen die Tierseuchenhygiene jedoch bei den Wisenten. „Wir befürchten, dass infizierte Wisente unsere Weidetiere anstecken. Die wirtschaftlichen Verluste in Millionenhöhe müssten alle Rinderhalter in NRW tragen“, sagen die Landwirte. Die Wisente sind streng geschützt. Sogar auf den eigenen Flächen darf sie der Gundeigentümer nicht vertreiben. Einzelne Landwirte hatten versucht, ihre Feldmiete mit einem Elektrodraht (zwei Litzen) zu schützen. Das ging gründlich schief. Die Tiere gehen durch jeden Zaun, wenn sie Hunger haben und zum Silo wollen. Wisentherde ins Gatter „So kann es nicht weitergehen“, so Schreiber. Der Vorsitzende richtete seinen Appell auch an Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking. Das Land NRW habe den Vertrag für das Auswilderungsprojekt mit unterzeichnet. „Frau Schulze Föcking muss endlich die Fakten wahrnehmen und die Reißleine ziehen.“ Nach Ansicht der Bauern gibt es nur eine Lösung. Die Wisente müssen in ein Gatter. Auf einer Fläche von vielleicht 300 bis 400 ha. Ex-Kammervizepräsident Josef Peitz: „Die Idee von Prinz Richard ist längst gestorben. Die Wisente lassen sich nicht im Projektgebiet halten. Wir geben erst Ruhe, wenn die Tiere im Gatter sind.“