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Wenn der Wurm drin ist …

Polter sollten nicht lange an oder im Wald liegen. Sie sind Brutstätten für Käfer. Foto: Brockmann-Könemann

Bei zunehmendem Trockenstress steigt die Gefahr, dass sich Schädlinge am stehenden und liegenden Holz massenhaft vermehren.

Das Einnisten von Forstschädlingen oder das vermehrte Aufkommen von Fäulepilzen ist für jeden Waldbesitzer ein Ärgernis. Denn wenn sich Buchdrucker, Werftkäfer oder Schwefelporling im Stammholz ausbreiten, ist die wirtschaftliche Nutzung als Säge- oder sogar Furnierholz passé.

Falsche Bewirtschaftung

„Das Holz wird heute zur falschen Jahreszeit geschlagen“, sagt Friedbert Schulte Schmale, Mitarbeiter des Regionalforstamtes Oberes Sauerland und Leiter des Forstbetriebsbezirkes Sundern. „Unsaubere Forstwirtschaft und Holzernte zum falschen Zeitpunkt begünstigt die Massenvermehrung der Schädlinge“, so der Förster weiter.

Keine Polter im Wald

Holzpolter, die zu lange am Waldweg liegen, sind eine Gefahr für den gesamten Waldbestand. Denn liegendes Holz stellt immer Brutmaterial dar und verliert, wenn es erst einmal von holzbrütenden Käfern befallen ist, erheblich an Wert. Für Stammholz, das in Waldnähe lagert, ist eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln oder das Entrinden der Stämme unumgänglich.

Schnell handeln

Wie kann der Waldbesitzer entwertetes Stammholz noch gewinnbringend verkaufen? Für die folgende Vermarktung ist entscheidend, womit und wie stark das Holz bereits befallen ist. Im Anfangsstadium des Befalls mit dem Buchdrucker wird das Holz ohne Abzüge vom Sägewerker gekauft.
Von Käfern befallenes Stammholz, das sich nicht mehr als Schnitt­holz verkaufen lässt, eignet sich immer noch als Verpackungsholz. Hieraus werden Paletten und Kisten hergestellt. Laub- und Nadelholz, das auch dafür nicht mehr verwendbar ist, wird als Industrieholz verkauft. Nächste Stufe ist unter Umständen die Papierherstellung. In jedem Fall ist das geschädigte Holz noch als Spanholz, sprich für die Herstellung von Spanplatten geeignet.

Brennholz: Immer gefragt

Für die Herstellung von Brennholz ist grundsätzlich jede Baumart geeignet. Unterschiedlich ist der Heizwert einer Baumart. Ob das Holz von Käfern befallen ist, spielt keine Rolle. Wissenswert ist nur, dass der Heizwert mehr und mehr sinkt, desto stärker das Holz von Pilzen besiedelt ist.

Hackschnitzel und Pellets

Konrad Schröder aus Sundern-­Wildewiese produziert Hackschnitzel für Kleinanlagen im privaten Gebrauch und für Kraftwerke. „Für die Kleinanlagen ist ein hoher Heizwert wichtig“, weiß Schröder. Die Anforderungen der Kraftwerke sind deutlich geringer. Die Baumart oder Käfer- bzw. Fäulebefall seien den Kraftwerken egal. Dies spiegelt sich allerdings auch im Preis wider. Kevin Schlotmann

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Wochenblattausgabe 30/2015.