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Weniger Schweine und Rinder in Niedersachsen

Vor der letzten NRW-Landtagswahl hatte es heftige Attacken gegen die Windkraft gegeben. Doch inzwischen sind viele Kritiker verstummt. Auf dem 1. Branchentag Windenergie, der Mitte vergange­ner Woche in Duis­burg stattfand, waren sich alle Vertreter der Politik und Wirtschaft einig: Das Land NRW wird seine Ziele zur Reduzierung der schädlichen Treibhausgase (bis 2020 –20 % gegenüber 1990) nur schaffen, wenn Landesregierung und Gemeinden bei der Windkraft den Fuß von der Bremse nehmen.

In Niedersachsen werden 8,03 Mio. Schweine gehalten. Foto: B. Lütke Hockenbeck

In Niedersachsen sind die Rinder- und Schweinebestände im Vergleich zum Vorjahr kleiner geworden. Das hat nach Angaben des Landvolks Niedersachsen die Viehzählung des Landesbetriebes für Statistik ergeben, die Anfang Mai durchgeführt wurde. Demnach ist der Rinderbestand seit der Mai-Zählung im vergangenen Jahr um 1 % auf 2,55 Mio. Tiere zurückgegangen; der Schweinebestand wurde um 1,6 % auf 8,03 Mio. Tiere verkleinert.

Gleichzeitig hielt der starke Strukturwandel weiter an. Laut Angaben des Landesbauernverbandes ging die Zahl der Rinderhalter in Niedersachsen seit Mai 2009 um 4 % auf 25.118 zurück. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung verminderte sich innerhalb nur eines Jahres sogar um mehr als ein Viertel – von 12.092 auf 8808. Schuld daran dürfte nach Einschätzung des Landvolkverbandes die lang anhaltende Preismisere sowohl in der Ferkelerzeugung als auch in der Mast sein, die viele Betriebe zum Aufgeben veranlasst hat.

Schweinehaltung verschiebt sich nach Weser-Ems

Mit dem Strukturwandel verschiebt sich die niedersächsische Schweinehaltung offenbar weiter in das Weser-Ems-Gebiet. Dem Landvolkverband zufolge gab es dort im Mai mit einer Gesamtzahl von 5,23 Mio. fast doppelt so viele Schweine wie im früheren Kammergebiet Hannover, wo insgesamt 2,8 Mio. Tiere gezählt wurden. Während sich im Bereich Weser-Ems die Zahl der schweinehaltenden Betriebe um 19,6 % auf 5384 verringerte, gaben im Gebiet Hannover 1938 Betriebe auf; das war ein Minus von 36,5 % auf nunmehr 3424 Schweinehalter.

Deutlich weniger Mutterkühe

Laut Darstellung des Landvolkverbandes blieb der Milchkuhbestand in Niedersachsen trotz der niedrigen Milchpreise verhältnismäßig stabil. Bei der Maizählung waren die Herden mit 773.980 Kühen sogar um 0,1 % größer als ein Jahr zuvor; 2008 waren 773.249 Kühe gezählt worden. Allerdings setzte sich der Strukturwandel unvermindert fort. Die Zahl der Betriebe mit Milchkuhhaltung ging dabei mit einem Minus von 4,9 % stärker zurück als die der übrigen Rinderhalter. Von den Statistikern wurden noch 13.754 Milchviehbetriebe verzeichnet, nach 14.456 Betrieben im vergangenen Jahr.

Stark rückläufig war die Zahl der Mutterkühe, die vorwiegend zu den Fleischrinderrassen zählen. Als Ursache ist laut Landvolkverband die geringe Wirtschaftlichkeit dieser Haltungsform anzunehmen. Der Bestand nahm um 5,6 % auf insgesamt 73.765 Tiere ab. Der Landkreis mit dem größten Rindviehbestand in Niedersachsen ist Cuxhaven, wo 98.864 Milchkühe und 280.724 Rinder insgesamt gezählt wurden. An zweiter Stelle folgt der Kreis Emsland mit 193.168 Rindern, darunter allerdings nur 32.402 Milchkühe. AgE

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