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Was tun, wenn der Wolf kommt?

So entspannt wie dieser Wolf sind vor allem die Schäfer in NRW nicht angesichts der nahenden Rückkehr des Tieres in ihr Bundeland. Foto: Katrin Hammer/pixelio.de

"Der Wolf muss lernen, dass Haus- und Nutztiere keine Beute sind", war eine der Aussagen, die beim Workshop Wolf in Arnsberg getroffen wurden.

In Sachsen haben sich seit 1996 wieder Wölfe angesiedelt. Wie das "Zusammenleben" von Wolf und Weidetieren dort funktioniert, berichtete Bernd Dankert, Fachreferent Wolfsmanagement beim Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, beim Workshop Wolf. Diese Veranstaltung wurde vom Schafzuchtverband NRW gemeinsam mit Wald und Holz NRW am Dienstag in Arnsberg durchgeführt. "Schaf- und Ziegenhalter sind bei der Weidehaltung die Gruppe, die von der Rückkehr des Wolfs am stärksten betroffen ist", stellte Dankert klar. Umso wichtiger, dass diese in Wolfsgebieten Präventionsmaßnahmen zum Schutz ihrer Tiere ergreifen, weiß der Fachreferent.

Wolfsberater
In NRW laufen die Vorbereitungen auf die Rückkehr des Wolfes auf Hochtouren. Neben der Durchführung von Fachveranstaltungen werden Wolfsberater ausgebildet, die im Falle eines Wolfrisses kontaktiert werden können. Weitere Infos gibt es beim Schafzuchtverband NRW .

"Wir müssen dem Wolf beibringen, dass Schafe keine leichte Beute sind. Diese Erfahrung gibt der Wolf an seine Nachkommen weiter", betonte Dankert. In Sachsen besteht der Standardschutz aus 90 cm hohen Euronetzen, verstärkt mit einem Flatterband 30 cm darüber, falls der Wolf die Netze überwindet. Die Anschaffung dieser Netze wird ebenso wie die Anschaffung eines Herdenschutzhundes gefördert. "Wir haben 2013 Präventionsmaßnahmen in Höhe von rund 29.000 € gefördert. Demgegenüber standen 3.135 € Schadenausgleich, der für getötete oder verletzte Tiere gezahlt wurde", so Dankert. hu

Mehr über den Workshop Wolf lesen Sie ab dem 20. Februar in Wochenblatt-Folge 8/2014.