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Verschmutzung bei PV-Anlagen

Ist die PV-Anlage verschmutzt, ist eine Reinigung der Module angesagt. Sonst leidet der Ertrag. Foto: Dammann

Verschmutzung kann den Ertrag einer Photovoltaik-Anlage deutlich mindern. Im Rahmen einer bundesweiten Umfrage gaben Landwirte an, dass Stallluft und Staub bei auf Stalldächern installierten Anlagen oft Ursachen für eine Verschmutzung sind.

Auf Maschinenhallen und Stalldächern finden sich zahlreiche Photovoltaik-Anlagen. Auf den großen Flächen lässt sich oft durchaus der erhoffte Ertrag erzielen. Doch Verschmutzungen können zu einem Leistungsabfall führen. Im Rahmen einer bundesweiten Befragung wurden in diesem Frühjahr 1.350 Landwirte unter anderem zu ihren Erfahrungen mit Verschmutzungen befragt.

Bei der Kontrolle ihrer Anlage legen die befragten Landwirte besonderes Augenmerk auf die Überprüfung der Verschmutzung (30 % der Anlagen sind auf Stalldächern installiert). Den Leistungsabfall führen deshalb auch 54 % der befragten Landwirte auf die Verschmutzung und 19 % auf die Alterung der Anlage zurück. Landwirte, die ihre PV-Anlage auf Stalldächern installiert haben, beurteilen die Verschmutzung wesentlich kritischer. 71 % sagen, dass eine Verschmutzung vorliegt, davon gehen bei Maschinenhallen nur 45 % aus.

Auch die Ursache wird anders beurteilt. Während Tierhalter zu 34 % die Stallabluft und Staub als Hauptursache ansehen, gelten bei den Maschinenhallen Blütenstaub und Staub aus der Umgebungsluft zu 86 % als hauptsächliche Verschmutzungsquelle.

Große Unterschiede gibt es, was die Reinigung betrifft. Anlagen auf Maschinenhallen sind erst von 17 % der Landwirte gereinigt worden, auf Stalldächern haben 60 % der Landwirte bereits zu Wasser und Bürste gegriffen. Über 30 % der Landwirte lassen ihre PV-Anlage auf Stalldächern von Fachfirmen reinigen. Sie rechnen unterschiedlich ab, entweder nach m2 Modulfläche oder nach kWp Anlagenleistung. Die mitgeteilten Preise lagen zwischen 1,40 und 1,70 €/m2 Modulfläche oder 8 bis 12 €/kWp Anlagenleistung. Im Ergebnis fallen bei beiden Preismasken nahezu gleiche Kosten an. Christoph Gers-Grapperhaus, Landwirtschaftskammer Niedersachsen