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Verschärfte Düngeregeln: Ein Überblick

Ab April 2020 sollen die verschärften Düngeregeln in Kraft treten. Wir zeigen, welche Maßnahmen auf Sie zukommen.

Landwirte müssen sich mit den verschärften Regeln nach der neuen Düngeverordnung schon im kommenden Frühling beschäftigen.

Das soll künftig überall gelten:

  • Begrenzung flüssiger organischer Düngemittel auf Grünland im Herbst auf 80 kg N/ha.
  • Gewässerabstand ohne Düngung 10 m in Gelände ab 15 % Hangneigung, 5 m ab 10 % Hangneigung, 3 m ab 5 % Hangneigung.
  • Ab 5 % Hangneigung sind Düngemittel auf unbestelltem Ackerland sofort einzuarbeiten; auf bestellten Flächen ist Düngung bei Reihen­kultur ≥45 cm nur mit Untersaat oder sofortiger Ein­arbeitung erlaubt, ohne Reihenkultur nur bei hinreichendem Pflanzenbestand bzw. Mulch-/Direktsaat.
  • Verpflichtung zur Aufteilung der Düngegabe ab einer Hangneigung von 10 %, wenn der Düngebedarf mehr als 80 kg N/ha beträgt.
  • Einarbeitungszeit für flüssige Wirtschaftsdünger auf unbestelltem Ackerland ­eine Stunde (2025).
  • Erhöhung der Mindestwirksamkeit von Rinder- und Schweinegülle und Gärresten um zehn Prozentpunkte auf Ackerland 2020 und auf Grünland 2025.
  • Verbindliche Anrechnung der N-Düngung im Herbst zu Winter­-raps und -gerste in Höhe der pflanzenverfügbaren Menge auf den N-Bedarfswert im Folgefrühjahr.
  • Einführung einer Tabelle zum Phosphatbedarf der Kulturen.
  • Berücksichtigung von Flächen mit Düngebeschränkung nur bis zur Höhe der tatsächlich zulässigen N-Düngung bei der Berechnung der 170-kg-N-Obergrenze.
  • Ein höherer Düngebedarf infolge nachträglich eintretender Umstände darf den ursprünglichen Düngebedarf nur um 10 % überschreiten.
  • Sperrfrist für Festmist und Kompost vom 1. Dezember bis 15. Januar.
  • Aufbringen von Festmist auf gefrorenem Boden nur bis 120 kg Gesamtstickstoff.
  • Sperrfrist für phosphathaltige Düngemittel auf Acker- und Grünland vom 1. Dezember bis zum 15. Januar.

Maßnahmen in den besonders mit Nitrat belasteten Gebieten:

  • Verringerung des Düngebedarfs um 20 % im Durchschnitt der Flächen des Betriebes, die dieser in nitratbelasteten Gebieten bewirtschaftet. Ob dies auch für Dauergrünland gelten soll, ist noch offen.
  • Schlagbezogene Obergrenze für organische und organisch-minera­lische Düngemittel in Höhe von 170 kg N/ha (gilt nicht für gewässerschonend wirtschaftende Betriebe).
  • Verbot der Herbstdüngung von Winterraps und Wintergerste sowie von Zwischenfrüchten ohne Futternutzung.
  • Stickstoffdüngung bei Kulturen mit Aussaat oder Pflanzung nach dem 1. Februar nur, wenn auf der betroffenen Fläche im Herbst des Vorjahres eine Zwischenfrucht angebaut wurde.
  • Verlängerung der Sperrfrist, wo kein Festmist und Kompost aus­gebracht werden kann, auf drei Monate (1. November bis 31. Januar).
  • Verlängerung der Sperrfrist für Grünland um vier Wochen (1. Oktober bis 31. Januar).
  • Begrenzung flüssiger organischer Düngemittel auf Grünland im Herbst auf 60 kg N/ha.
  • Der Katalog wird um die Senkung der 170-kg-Gesamtstickstoff-Obergrenze auf 130 kg Gesamtstickstoff pro Hektar pro Schlag für Ackerflächen ergänzt.
  • Der Katalog wird für zusätzliche Maßnahmen in besonders nitratbelasteten Gebieten für Maßnahmen der Länder geöffnet.

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