WLV-Bezirk OWL mit neuer Spitze

Tillmann und Meyer führen Bezirksverband

Der WLV-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe hat einen neuen Vorsitzenden. Antonius Tillmann wurde am Dienstag in Herford zum Nachfolger von Hubertus Beringmeier gewählt. Neuer Stellvertreter ist Rainer Meyer.

Der 56-jährige Tillmann aus Warburg (Kreis Höxter) und der zwei Jahre ältere Meyer aus Bad Oeynhausen (Kreis Minden-Lübbecke) bilden nun die neue Spitze des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe. Wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband mitteilte, wurde dieser Wechsel auf Bezirksebene notwendig, weil der bisherige Vorsitzende Hubertus Beringmeier aus Hövelhof-Espeln (Kreis Paderborn) sein Amt niederlegte. „Das ist eines meiner Wahlversprechen gewesen“, erläuterte Beringmeier, der Mitte Februar zum neuen WLV-Präsidenten gewählt worden war.

Tillmann war seit 2018 stellvertretender Bezirksverbandsvorsitzender und führt den Landwirtschaftlichen Kreisverband Höxter. Meyer ist Vorsitzender des WLV-Kreisverbandes Minden-Lübbecke. Beide sind seit Jahren für die heimische Landwirtschaft aktiv.

Antonius Tillmann bewirtschaftet mit Sohn Peter einen Milchvieh- und Schweinemastbetrieb in Warburg-Bonenburg. „Für mich ist der Beruf des Landwirts einer der schönsten Berufe der Welt. Mir liegt es am Herzen, dass auch unsere nachfolgenden Generationen hier in OWL noch Landwirtschaft betreiben können. So setze ich mich für den grünen Berufsstand ein, damit auch unsere Kinder diesen Beruf noch ausüben können", erklärte Antonius Tillmann. Für ihn sei die ehrenamtliche Arbeit eine Investition in die Zukunft.

Rainer Meyer ist seit mehr als 20 Jahren in der Verbandspolitik aktiv. Er bewirtschaftet einen Hof mit Schweinemast sowie Ackerbau und ist Mitbetreiber einer Biogasanlage. „Es gibt viele Herausforderungen, die wir in den nächsten Jahren offensiv angehen müssen“, weiß der Landwirt: „Wir sind besorgt, dass wir Bauern immer weiter in den Schraubstock zwischen den Märkten, der Marktmacht der Handelsketten und den Vorgaben der Politik geraten“, so Meyer und gibt zu bedenken: Die besondere Rolle und die Systemrelevanz der Land- und Ernährungswirtschaft für die Versorgung der Bevölkerung sei gerade in den vergangenen Wochen deutlich geworden. „Landwirtschaft ist nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie systemrelevant, sie wird es immer bleiben", untermauert Tillmann und fordert: Diese Lehren aus der Corona-Krise müssten in der deutschen und europäischen Agrarpolitik unabdingbar einfließen. Mehr noch: „Wir haben gespürt, Ernährungssicherheit ist nicht selbstverständlich, sie muss zusammen mit einer gut funktionierenden Lebensmittelversorgungskette als ein Thema mit höchster Priorität betrachtet werden“, bekräftigt der neue Bezirksverbandsvorsitzende.

Den Herausforderungen im Bereich Tierwohl und Tierschutz, im Umwelt-, Natur- und im Klimaschutz, wolle man sich stellen. Gleichzeitig wehren sich die Landwirte gegen fehlende Planungssicherheit, immer höher werdende und fachlich fragwürdige Auflagen sowie überbordende Bürokratie“, kritisiert Tillmann. Damit muss jetzt Schluss sein.“ „Wir sind gerne Landwirt und wollen es auch in Zukunft weiter sein!“


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