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Selen-Mangel auf Grünland

Vor der letzten NRW-Landtagswahl hatte es heftige Attacken gegen die Windkraft gegeben. Doch inzwischen sind viele Kritiker verstummt. Auf dem 1. Branchentag Windenergie, der Mitte vergange­ner Woche in Duis­burg stattfand, waren sich alle Vertreter der Politik und Wirtschaft einig: Das Land NRW wird seine Ziele zur Reduzierung der schädlichen Treibhausgase (bis 2020 –20 % gegenüber 1990) nur schaffen, wenn Landesregierung und Gemeinden bei der Windkraft den Fuß von der Bremse nehmen.

Auf dem Grünland ist neben Spurenelementen wie etwa Mangan, Zink, Jod oder Cobalt insbesondere Selen nicht ausreichend vorhanden. Wie Prof. Dr. Harald Laser von der Fachhochschule Südwestfalen (Soest) auf dem Sauerländer Grünlandtag in Meschede erklärte, sollten in Grassilage 0,2 mg/kg Trockenmasse enthalten sein.

Typische Mangelerscheinungen bei Wiederkäuern seien Fruchtbarkeitsstörungen, ein erhöhtes Risiko von bakteriellen Infektionen wie Mastitis, Wachstumsstörungen, Muskelerkrankungen sowie Atem- und Schluckbeschwerden. Die Pflanzen selbst seien auf Selen nicht angewiesen, sodass dieses Spurenelement auch über das Futter verabreicht werden könne. Allerdings sind Lecksteine hierfür nach Aussage Lasers wegen der schlechten Dosierung weniger geeignet, gleiches gelte für die Verabreichung über das Trinkwasser aufgrund der Gefahr einer Überdosierung.

Laut Laser wurden bei Düngungsversuchen in Hessen gute Erfahrungen mit einem Selen-haltigen Kalkgranulat gemacht. Dabei wurde das Grünland mit einer Gabe von 6 kg/ha Kalk ausreichend mit Selen versorgt. BK

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