Interview

Sektorstrategie Milch: „Ein guter erster Aufschlag“ Plus

Die Sektorstrategie Milch liefert Ideen, aber wenig Handfestes. Moderator Dr. Theodor Seegers nimmt Stellung – auch zum Ausscheren des BDM.

Herr Dr. Seegers, wie beurteilen Sie die Ergebnisse und die Inhalte der Sektorstrategie Milch?

Zum ersten Mal hat die Branche stufenübergreifend eine Strategie erarbeitet. Natürlich gab es dabei Interessenunterschiede. Deshalb bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Wir haben viele Ansatzpunkte aufgezeigt, um die Branche für die Herausforderungen der nächsten zehn Jahre zu wappnen. Selbstverständlich gibt es weitere Maßnahmen. Für den ersten Aufschlag war aber nicht mehr möglich. Und das meine ich gar nicht negativ. Jetzt kommt es darauf an, die Punkte zügig umzusetzen. Dafür müssen alle Beteiligten eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Je besser das funktioniert, desto leichter lassen sich künftig weitere Maßnahmen verhandeln.

Harte, aber konstruktive Diskussionen

Es gab neun Arbeitsgruppen und ein Lenkungsgremium. Wie war die Arbeitsatmosphäre?

Ich habe an den Sitzungen des Lenkungsgremiums teilgenommen. Hier wurde konzentriert und konstruktiv diskutiert. Alle Beteiligten hielten die Strategie für notwendig und wollten sie 2019 zum Abschluss bringen. Aus den Arbeitsgruppen habe ich die Berichte erhalten. Auch hier waren die Diskussionen hart, aber konstruktiv. Manchmal fanden sich Teilnehmer in den Berichten zunächst nicht hinreichend wieder. Es ist aber immer gelungen, diese Differenzen auszuräumen und einen Kompromiss zu finden. Am Ende konnten alle Teilnehmer die jeweiligen Berichte mittragen – außer der BDM. Seine Vertreter haben zwar kons­truktiv mitgearbeitet. Dennoch blieben bei einigen Positionen unüberbrückbare Unterschiede. Die Gruppe hat dem BDM deshalb ­angeboten, seine abweichenden Punkte gesondert festzuhalten.

Bei welchen Themen gab es ­eine zügige Übereinkunft, bei welchen die heftigsten Diskussionen?

Immer dann, wenn...


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