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Scharfer Wind im Gartenbau

Gartenbaubetriebe stehen unter hohem wirtschaftlichem Druck. Der Strukturwandel hat sich seit 2010 verschärft. Foto: Holt

09.10.2017 . Dramatische Zahlen des Statistischen Bundesamtes: In Deutschland hat seit 2010 ein Viertel der Gartenbaubetriebe aufgegeben. Die gärtnerische Nutzfläche ist hingegen leicht gewachsen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wirtschaften in Deutschland noch 27.200 Betriebe im Bereich Gartenbau (Stand: Ende 2016). Das entsprach einem Rückgang um 24 % im Vergleich zur Landwirtschaftszählung von 2010.

Im selben Zeitraum wurde die gärtnerische Nutzfläche in Deutschland um 2,5 % auf rund 229.000 ha ausgeweitet. Damit erhöhte sich die durchschnittliche gärtnerische Nutzfläche je Betrieb um ein Drittel auf 8,4 ha. Diese Zahlen sind das Ergebnis der aktuellen Gartenbauerhebung und beziehen sich auf das Jahr 2016.

Nutzungsarten und regionale Verteilung

Die gesamte bundesdeutsche Gartenbaufläche teilt sich laut Statistischem Bundesamt auf folgende Nutzungsarten auf:

  • Gemüseanbau einschließlich Erdbeeren: 130.000 ha (+7 % im Vergleich zu 2010),
  • Baum- und Beerenobst einschließlich Nüsse: 64.000 ha (-1 %),
  • Baumschulkulturen um 8 % auf 19.300 ha (-8 %),
  • Blumen und Zierpflanzen 7.300 ha (-13 %).

Die regionalen Schwerpunkte des Gartenbaus liegen laut Statistischem Bundesamt in

  • Niedersachsen mit einer Gesamtproduktionsfläche von 39.400 ha, gefolgt von
  • Baden-Württemberg mit 38.900 ha,
  • Nordrhein-Westfalen mit 36.500 ha und
  • Bayern mit 27.700 ha.

Die Betriebsgrößen fielen in diesen Bundesländern allerdings sehr unterschiedlich aus. Während die Betriebe mit gärtnerischer Nutzfläche in Niedersachsen im vergangenen Jahr über durchschnittlich 14,1 ha und die Betriebe in Nordrhein-Westfalen über 11,2 ha verfügten, betrug die mittlere Flächenausstattung in Bayern nur 5,3 ha und in Baden-Württemberg lediglich 4,6 ha. AgE

 

 

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