Rindfleisch: 117 % Selbstversorgungsgrad

Während sich Europa mittlerweile vom Rindfleischexporteur zum -importeur gewandelt habe, liege der Selbstversorgungsgrad in Deutschland aktuell bei 117 %, berichtete Josef Beuck, Einkaufsleiter bei Westfleisch, auf einer Tagung im niedersächsischen Haselünne. Tendenziell habe die Wirtschaftskrise den Rindfleischmarkt stärker getroffen als andere Fleischmärkte. Verbraucher hätten ihren Konsum eingeschränkt, weil Rindfleisch im Vergleich zu anderen Fleischarten teurer sei. Auch die Exportmengen seien im Vergleich zu 2008 rückläufig. Als positiv für Bullenmäster wertete Beuck Prognosen der Europäischen Kommission: Der Rindfleisch-Konsum in der EU werde bis zum Jahr 2013 leicht steigen, während die Produktionsmenge abnehme. Das sei ein Hoffnungsschimmer für Rindfleisch-Produzenten, die auf höhere Erzeugerpreise hoffen könnten.

Deutlich betonte der Einkaufsleiter, dass die Anforderungen an alle Beteiligten der Wertschöpfungskette des Lebensmittels Rindfleisch in Zukunft erhöht würden. Auf Landwirte und Verarbeiter kämen neue Herausforderungen zu. „Die Qualität des Produktes wird als selbstverständlich vorausgesetzt“, so Beuck. Wichtig seien zukünftig Merkmale wie Rückverfolgbarkeit und Tierwohl. Außerdem müsse sich auch die Fleischproduktion in Zukunft einer Nachhaltigkeitsdiskussion stellen: „ Der Frage, wie viele Kilogramm CO2-Äquivalent einem Kilogramm Fleisch entsprechen, werden wir uns stellen müssen“, machte Beuck deutlich. Dörte Quinckhardt


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