Remmel will Gülledüngung zurückfahren

In diesem Jahr will Johannes Remmel den Abbau von Nährstoffüberschüssen aus Tierhaltung und Biogasanlagen wirksam angehen. „Hier muss etwas passieren“, konstatierte der Düsseldorfer Umweltminister am Rande der Grünen Woche. Seit 1990 sei keine „Dynamik“ bei der Verminderung der Nitratgehalte im Grundwasser erkennbar. Erreicht werden soll die Veränderung über eine Verschärfung der Gülleverordnung.

Ausbringung begrenzen

Kernpunkte des nordrhein-westfälischen Vorschlages sind eine Ausweitung der Sperrzeiten für die Gülleausbringung in Herbst, die Erhöhung der Lagerkapazitäten, auf für Gärreste aus Biogasanlagen und die Einbeziehung von Biogasanlagen in die Begrenzung der organischen Düngung auf 170 kg N pro Hektar und Jahr. Außerdem sollen die Hoftorbilanzen verbessert und die Düngebedarsermittlung dokumentiert werden. Die Landesregierung will ganz grundsätzlich Nährstoffüberschüsse auf landwirtschaftlichen Betrieben begrenzen oder verhindern. Besonders dringlich sei dies in Regionen wie dem Münsterland oder am Niederrhein, weil sich die Tierhaltung dort konzentriert hat. Ein Hauptziel von Remmels Politik werde deshalb sein, in Zukunft die Flächenbindung der Tierhaltung wieder zu verstärken. Besonders ärgerlich findet der Minister, dass zusätzlich auch noch Gülle aus den Niederlanden importiert wird. Nach offizieller niederländischer Statistik kamen 2012 rund 1,7 Mio. t tierische Exkremente von dort nach Deutschland, etwa 17 % mehr als ein Jahr zuvor. Davon landeten vier Fünftel auf landwirtschaftlichen Flächen in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich zum Gülleanfall im eigenen Bundesland entspricht diese Menge einem Anteil von rund 2 %. Die größten Abnehmer waren 2012 Betriebe in den Kreisen Heinsberg, Viersen, Lippe, Kleve und Neuss. ri


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