Milchpreise

Preise: Trinkmilch rauf, Rohstoffwert runter

Gegenläufige Entwicklungen bei der Milch: Aldi hat die Trinkmilchpreise im Regal um 6 Cent pro Liter erhöht. Der Kieler Rohstoffwert Milch ist dagegen im April auf 27 Cent/kg gesunken.

Aldi hat sein Versprechen gehalten: Mit Beginn der neuen Kontraktlaufzeit für Produkte der „Weißen Linie“ hat der Discounter die Preise für Trinkmilch erhöht. Zugesagt war ein Plus von 5 Cent pro Liter (das Wochenblatt berichtete), tatsächlich hat Aldi die Preise um 6 Cent auf 79 Cent (3,5 % Fett) bzw. 71 Cent (1,5 % Fett) pro Liter erhöht. Den „Extra-Corona-Cent“ steckt sich der Discounter in die eigene Tasche, hat im Gegenzug aber auch die anderen Produkte der „Weißen Linie“ wie Sahne, Quark und Kondensmilch verteuert. Ob die Wettbewerber folgen, ist aktuell noch offen.

Klar ist hingegen schon, dass die Butterpreise im Regal im Mai mit 1,45 €/250 g stabil bleiben, obwohl der Handel die Einkaufspreise bei den Molkereien um 84 Cent/kg gedrückt hat. „Der Handel verdient an der Corona-Krise besser als die systemrelevante Landwirtschaft“, kommentiert der Verband der Milcherzeuger Bayern.

Der Kieler Rohstoffwert Milch rutschte im April 2020 um 5,1 Cent oder 15,9 % auf 27,0 Cent/kg Milch ab. Das ife Institut für Ernährungswirtschaft Kiel berechnet den Wert monatlich aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver, definiert ist er für Rohmilch ab Hof mit 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß und ohne Mehrwertsteuer. Gegenüber April 2019 (30,6 Cent/kg) liegt der aktuelle Rohstoffwert Milch um 3,6 Cent oder rund 12 % niedriger.


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