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Naturschutz

NRW weist zweites Wolfsgebiet in der Senne aus

"GW1044f" lautet die Kenn-Nummer einer Wölfin, die sich seit dem Sommer in der Senne tummelt. Vermutlich jedenfalls. Aufgrund einer Reihe von Hinweisen hat das Land NRW nun die Senne zum zweiten Wolfsgebiet im Bundesland ernannt.

In der Senne und den benachbarten Regionen hält sich seit Sommer eine Wölfin auf - Grund für das neue Schutzgebiet. (Foto Symbolbild).

Nach dem "Wolfsgebiet Schermbeck" am Niederrhein hat das Umweltministerium nun das landesweit zweite Wolfsgebiet in der Senne ausgewiesen. Es ist nach Angaben des Ministeriums rund 920 km2 groß und umfasst Teile der Stadt Bielefeld sowie der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn. Seit dem Sommer häufen sich die Hinweise, etwa aus genetischen Analysen, dass sich eine Wölfin in der Senne "standorttreu" aufhält.

Anfang 2019 gibt es Informationsveranstaltungen

Umweltministerin Heinen-Esser betonte, dass das neue Wolfsgebiet zugleich eine "Förderkulisse" darstelle. "Hier erhalten Tierhaltungen mit Schafen und Ziegen sowie Wildgehege ab sofort Förderungen für Maßnahmen zum Herdenschutz." Präventionsmaßnahmen sollen dem Ministeirum zufolge nicht nur im eigentlichen Gebiet gefördert werden, sondern auch in einer "großzügig dimensionierten Pufferzone". Außerdem sind für Anfang 2019 Informationsveranstaltungen in der betroffenen Region vorgesehen.

Für beide Wolfsgebiete "Senne" und "Schermbeck" bietet das eigens eingerichtete Internetportal des Landesumweltamtes NRW umfangreiche und aktualisierte Informationen. Dr. Thomas Delschen, Präsident des LANUV: "Mit unserem Wolfsportal informieren wir die Bürgerinnen und Bürger über Nachweise, Nutztierrisse, sowie über das Verhalten und die Biologie von Wölfen. Mit Hilfe von interaktiven Karten und Listen können alle Ereignisse rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen unmittelbar nachvollzogen werden."