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Neuer Weltbauernverband gegründet

Nach dem Ende des Weltbauernverbandes (IFAP) haben führende berufsständische Organisationen von verschiedenen Kontinenten vergangene Woche ein neues Dachgremium, die „World Farmers Organisation“ geschaffen. Sitz der neuen Organisation soll Rom sein. Eine Generalversammlung, auf der die wichtigsten Personalien festgezurrt werden sollen, ist für den Herbst in Südafrika angesetzt.

Die Mitglieder des für eine Übergangszeit nun amtierenden Vorstandes kommen aus Südafrika, Großbritannien, Kanada und Japan. Der neue Präsident der World Farmers Organisation muss noch bestimmt werden. Für die berufsständische Vertretung ist das Aus der IFAP nach finanziellen Schwierigkeiten des einst in Paris ansässigen Dachverbandes ein Rückschlag. Immerhin war der letzte IFAP-Präsident, der indischstämmige Ajay Vashee aus Sambia, der erste IFAP-Chef aus einem Entwicklungsland.

Vashee begrüßte die Schaffung der World Farmers Organisation, machte aber gleichzeitig auf Strömungen zur Schaffung eines weiteren Dachverbandes aufmerksam, die sich aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Mittelmeerländern speisen sollen. Ein Treffen sei im Juni geplant. Vashee zeigte sich zuversichtlich, dass die beiden Strömungen zueinanderfinden und es eine vereinte Weltbauernorganisation gibt.

Erklärung verabschiedet

Mit einer in Brüssel verabschiedeten Erklärung wollen die mehr als 50 Gründungs-Organisationen der World Farmers Organisation aus 42 Ländern nun nach vorne schauen. Als Hauptziel der neuen Organisation werden die Verbesserung des Lebensstandards auf den Bauernhöfen, die Stärkung der ländlichen Räume sowie die Sicherung der Welternährung genannt. Die Investitionen in die Landwirtschaft müssten forciert werden, heißt es in der Erklärung vor dem Hintergrund einer bis 2050 erwarteten Steigerung der Nachfrage nach Lebensmitteln um wenigstens 70 %. Zu den Zielen der World Farmers Organisation gehört darüber hinaus eine Stärkung der Landwirte in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel. Dies soll den Farmern und Genossenschaften helfen, mit extremen Preisschwankungen umzugehen und ihre Erlössituation zu verbessern.

Aus Deutschland gehört der Deutsche Bauernverband (DBV) zu den Gründungsmitgliedern der World Farmers Organisation. Auf europäischer Ebene sind die EU-Ausschüsse der Bauernverbände und ländlichen Genossenschaften (COPA/COGECA) mit von der Partie. Aus den USA sind das Farm Bureau und die National Farmers Union (NFU) mit dabei, aus Afrika waren laut COPA-Angaben sechs Länder vertreten. Bei dem Auftakttreffen in Brüssel waren unter anderem auch der Dachverband der Pflanzenschutzindustrie CropLife International und die BASF präsent. AgE