Neue Serie im Wochenblatt: "Tatort Dorf"

Alles Friede, Freude, Eierkuchen auf dem Land? Von wegen – in der neuen Wochenblatt-Serie "Tatort Dorf" zeigen wir die dunkle Seite von Westfalen. Es geht um Kriminalfälle früherer Jahrhunderte, wie die Geschichte einer Frau, die aus Neid von Dorfnachbarn zur Hexe erklärt wurde.

Studierende der Universität Münster haben die Kriminalität im ländlichen Westfalen früherer Jahrhunderte erforscht und eine Artikelserie für das Wochenblatt verfasst. Der erste Beitrag der Serie mit dem Titel "Tatort Dorf" erscheint am kommenden Freitag, 8. Juni, in der Printausgabe des Wochenblattes. Außerdem finden Sie den Beitrag dann auch auf unserer Internetseite in der Rubrik Landeskultur.

Priester mit "großem Herz"

Die Serie wird sich um Kriminalität und Verstöße gegen die Ordnung im ländlichen Westfalen drehen: um Wilddiebstähle und "Holzfrevel", wie man früher sagte, berühmte Mordfälle und Attentate, Hexenprozesse und Räuberbanden, Femegerichte und Strafordnungen.

Bei ihren Recherchen stießen die angehenden Historiker unter anderem auf den Fall eines katholischen Priesters, der seine Konkubine vor bischöflicher Kontrolle im Nachbardorf versteckte. Fürs Wochenblatt wurde daraus die Geschichte "Wie der Pfarrer, so der Sohn", die in Folge 25/2012 veröffentlicht wird.

Historische Inhalte spannend aufbereitet

Das Schreibprojekt entstand im Rahmen des Masterstudienganges am Historischen Seminar der Universität Münster. Unter der Leitung des Historikers Prof. Dr. Werner Freitag sowie des Uni-Lehrbeauftragten und Wochenblatt-Redakteurs Gisbert Strotdrees spürte eine Gruppe Studierender verbürgte Kriminalfälle in Dörfern Westfalens auf.

Der Weg dorthin war lang. So lernten die Studierenden zunächst journalistische Darstellungsformen wie Nachricht, Bericht oder Kommentar kennen, ehe sie "ihren" Kriminalfällen des Tatorts Dorf auf den Grund gingen. Während Prof. Freitag die fachkundige Recherche der historischen Sachverhalte begleitete, vermittelte Gisbert Strotdrees den Studierenden, wie historische Themen verständlich aufbereitet werden.

Jeweils mittwochs wandelte sich dann das Historische Seminar zur Redaktionskonferenz. Dabei tauschte sich die Runde über Wilddiebe, prügelnde Kapläne und tratschende Dorfbewohner im 17., 18. und 19. Jahrhunderts ebenso aus wie über Schreibstile, Satzlängen und veränderte Überschriften.

Wochenblatt-Redakteur Gisbert Strotdrees im WDR


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