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Rückgang von Insekten

Monitoring zum Insektenrückgang in Nordrhein-Westfalen gestartet

Welche Arten sind vom Insektenrückgang wie stark betroffen? Gibt es regionale Unterschiede? Diesen Fragen wird ab sofort im Rahmen des Forschungsvorhabens „Rückgang von Insekten“ nachgegangen.

Die Forscher nehmen in einem ersten Schritt Tagfalter und Heuschrecken genauer unter die Lupe.

In Nordrhein-Westfalen werden jetzt der Zustand und die Entwicklung der Insektenvielfalt nach einem einheitlichen Standard erfasst. Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Rückgang von Insekten“ sollen mittels ausgewählter Artengruppen die Anzahl und Verbreitung von Insekten in dem Bundesland dauerhaft ermittelt werden. Wie das nordrhein-westfälische Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) mitteilte, wird es dazu in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit der Universität Osnabrück die Grundlagen für das Monitoring schaffen.

Rückgangsursachen erforschen

Das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit fast 480.000 Euro. Ressortchefin Ursula Heinen-Esser betonte, dass nicht nur einzelne Insektenarten gefährdet seien und immer weiter zurückgingen; auch die Biomasse flugfähiger Insekten nehme insgesamt ab. „Es sind zwar etliche Rückgangsursachen bereits bekannt, andere liegen jedoch noch im Dunkeln“, so die CDU-Politikerin.

Deswegen soll laut Heinen-Esser neben der Förderung konkreter Maßnahmen zum Insektenschutz parallel in die Forschung investiert werden. Ziel sei es zu erfahren, welche Artengruppen wie stark betroffen seien, ob es Unterschiede in verschiedenen Lebensräumen gebe und ob die Auswirkungen regional unterschiedlich seien. In einem ersten Schritt sollen dabei dem Landesamt zufolge Tagfalter und Heuschrecken genauer unter die Lupe genommen werden.

Überwachung der Insektenbestände

Durchgeführt werden die Untersuchungen dem LANUV zufolge im Rahmen der Ökologischen Flächenstichprobe (ÖFS). Nach Einschätzung von LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen ist das ÖFS-Flächennetz für die Überwachung der Insektenbestände hervorragend geeignet, da es die Regionen und Landschaften Nordrhein-Westfalens exakt repräsentiere und so landesweit gültige Ergebnisse garantiere.

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