Deutsche Erntehelfer

Mission Spargel stechen Plus

Seit knapp zwei Wochen zeigen deutsche Erntehelfer vollen Einsatz auf den Spargelfeldern von Stephan Bäcker in Münster. Der Rücken schmerzt, der Muskelkater lässt grüßen, doch die Stimmung steckt zum Mitmachen an.

Schon aus der Ferne sind die Silhouetten der Erntehelfer zwischen den Spargeldämmen zu erkennen. Wer näher he­rankommt, stellt fest: Wo sonst erfahrene Spargelstecher aus Polen, Rumänien und Bulgarien arbeiten, graben heute deutsche Lehrer, Köche und Studenten. Noch füllen sich ihre Spargelkisten zwar nur langsam – aufgeben ist für die meisten aber keine Option. Dass das so ist, liegt auch an der guten Organisation des Betriebsleiters.

Erntehelfer statt Veranstalter

Normalerweise ist Michael Lakebrink mit seinem Veranstaltungsunternehmen europaweit unterwegs. Doch die Coronakrise hat auch ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von einem auf den anderen Tag waren alle Veranstaltungen abgesagt und er saß zu Hause. Das kam für ihn jedoch nicht infrage. „Das ist weder für den Kopf noch für den Körper gut“, findet er. Die Alternative: Spargel stechen beim Hof Bäcker.

Jetzt klingelt der Wecker etwa dreimal in der Woche um 5.30 Uhr in der Früh. Schnell noch einen Kaffee und eine Stulle Brot, dann rauf aufs Fahrrad. 12 km fährt Lakebrink bis zum Feld, bevor die Gruppe mit dem Stechen der Spargelstangen beginnt. Als wir ihn vergangene Woche auf dem Feld besucht haben, war er das vierte Mal dabei und langsam macht sich die körperliche Belastung bemerkbar. „Heute spüre ich meinen Rücken mehr als noch vergangene Woche. Nach einer...


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