Milchpreisvergleich 2019 Plus

Unangefochten an der Spitze unseres Milchpreisvergleichs steht die niederländische Molkereigenossenschaft FrieslandCampina. Aber wie haben die anderen Milchwerke abgeschnitten?

Im Wettkampf um den höchsten Milchpreis hat eine Molkerei ­erneut die Nase ganz weit vorn: FrieslandCampina (FC). Schon seit vielen Jahren schafft es die niederländische Genossenschaft, ihren Mitgliedern ein überdurchschnittliches Milchgeld zu zahlen und erweist sich somit zum wiederholten Male als uneinholbar: Je nach Jahresanlieferungsmenge haben wir Erlöse für den Molkereiriesen zwischen 35,75 Cent (300.000 kg) und 38,21 Cent/kg Milch (2 Mio. kg) errechnet.

Im Vergleich zum Vorjahr kam es sogar zu einer leichten Verbesserung der Auszahlungsleistung – dem allgemeinen Trend ­entgegen. Denn beim Großteil der am Wochenblatt-Milchpreisvergleich teilnehmenden Unternehmen konnte das Vorjahresniveau nicht gehalten werden. Die Erzeugerpreise für Milch gingen minimal um rund 0,70 Cent/kg zurück.

So haben wir gerechnet
Grundlage unserer Berechnungen sind folgende Parameter:
1. Die Grundpreise für Milch mit 4 % und 3,4 % Eiweiß.
2. Die Korrekturwerte für höhere oder niedrigere Fett- sowie Eiweiß­gehalte.
3. Nachzahlungen, Warenrückvergütungen, Jahresabschlusszahlungen sowie besondere Boni. Zum Teil war bis zum Redaktionsschluss noch nicht bekannt, ob einzelne Milchwerke für 2019 noch eine (weitere) Nachzahlung planen oder nicht.
4. Weitere Zahlungen im Rahmen von besonderen Güteanforderungen (S-Milch) oder Nachhaltigkeitsprogrammen. Hier ist die Palette vielfältig. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, gehen wir davon aus, dass unsere „Musterbetriebe“ den höchstmöglichen Bonus erhalten. So zahlte FrieslandCampina für „Landliebe“-Milch mit Weidegang und Foqus-Planet-Zuschlag bis zu 2,16 Cent/kg. DMK-Mitglieder erhielten im Rahmen von „Milkmaster“ bis zu 1,0 Cent/kg, DOC-Lieferanten (Melkkompass) 1,25 Cent, Arla zahlt für „Arlagarden Plus“ 1 Cent und Hochwald für ihr ­Programm „MilchPlus“ ebenfalls 1,0 Cent/kg.
5. Grundkostenbeiträge und Stoppgelder werden für jedes Unternehmen individuell berechnet. Staffelzuschläge wurden für die fünf Musterbetriebe berücksichtigt.
Alle Preis- und Kostendaten werden auf die fünf Beispielbetriebe mit unterschiedlichen Jahresmilchmenge übertragen. Anlieferungsprofil im Jahresverlauf sowie Fett- und Eiweißgehalte orientieren sich an den tatsächlichen Durchschnittswerten für NRW. Zum Teil gibt es weite-re, sehr individuelle Zuschläge, diewir nicht eingerechnet haben. Hier-zu zählen beispielsweise ein Kühl-kostenzuschlag von 0,2 ct/kg füralle DMK-Milcherzeuger, die eine 24-Stunden-Abholung bei entsprechender Kühlung gewährleisten. Eine 3-Zoll-Auslassleitung bei Arla wird mit 0,15 Cent/kg honoriert.Im weiteren Verlauf der Berechnung werden die für jeden Monat einzeln ermittelten Milchpreise mit der Anlieferungsmenge der jeweiligen Monate multipliziert und daraus ein ­Monatsmilchgeld...

Jetzt anmelden und sofort weiterlesen. Plus

Melden Sie sich an oder erstellen Sie ein kostenloses Konto und erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt, ganz unverbindlich.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen