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Kartoffeltag auf Haus Düsse

Lehren eines Dürrejahres

Die Folgen des extremen Witterungsverlaufes im zurückliegenden Jahr 2018 spüren Kartoffelanbauer noch deutlich. Die Konsequenzen diskutierten die Besucher des 20. Kartoffeltages auf Haus Düsse, denn auch der Anbau diesen Jahres ist betroffen.

Fast vollständig verbranntes Kartoffelblatt: Hitze und Trockenheit setzten im vergangenen Jahr der Kartoffelernte zu.

Zum Feiern war an dem kleinem Jubiläum "20 Jahre Kartoffeltag" auf Haus Düsse wohl niemandem. Vielmehr befassten sich Berater und Kartoffelanbauer intensiv mit den Fragen, die die Konsequenzen des Dürrejahres aufarbeiten. Zum Beispiel: Wie lässt sich der Wasserverbrauch bei der Beregnung reduzieren? Ist es möglich, die Pflanzen durch Stärkungsmittel stressstabiler zu machen? Wie kann man die keimgestimmten Knollen im Lager ruhig halten?

Saisonverlauf mit Tücken

Franz-Theo Lintzen von der Landwirtschaftskammer NRW ließ das zurückliegende Anbaujahr Revue passieren. Nach einen sehr guten Start und verheißungsvollem Knollenansatz wie 2017 trat mit Beginn der Trockenheit, spätestens mit dem Einsetzen der Hitze, große Ernüchterung ein. Der Berater ist im Nachhinein der Meinung, dass die Regner, wenigsten mit kleinen Mengen, von Mai an hätten laufen müssen.

Wegen der Witterung war der Läusebesatz in Kartoffeln ungewöhnlich hoch. Da diese häufig virusbeladen sind, geht Lintzen von einer hohen Infektionsrate aus. Dies gilt es unbedingt zu beachten, wenn Landwirte eigenes Pflanzgut nachbauen wollen. Deshalb sollten Knollen, die für das Auspflanzen vorgesehen sind, von der LUFA auf Virus getestet werden.

Wird das Pflanzgut knapp?

Selbst Kartoffelzüchter berichten von vermehrten Pflanzgutaberkennungen wegen Virusbefall. Überhaupt erscheint die Pflanzgutversorgung für 2019 sehr knapp zu werden, weil die Vermehrer auch deutlich weniger geerntet haben.