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Kritik an Remmels Konfrontationskurs

NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat so seine eigenen Vorstellungen davon, wie die Bauern wirtschaften sollten. Foto: Asbrand



Grund sind neue politische Initiativen von NRW-Agrarminister Johannes Remmel, die nach Ansicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) bisherige Kooperationen in Frage stellen und stattdessen bewusst auf Konfrontation setzten. Die Delegierten des Verbandes sehen aktuell einen grundlegenden Kurswechsel der Landesregierung, der harte Auseinandersetzungen vor allem über die Zukunft der heimischen Nutztierhaltung unumgänglich mache.

„Wir bedauern sehr, dass Minister Remmel die bisher sehr erfolgreiche Kooperation von Ministerium und Wirtschaft in zentralen Fragen des Tierwohls offenkundig aufgeben will. Gerade in diesem Bereich haben wir in NRW bisher bundeweit eine Vorreiterfunktion gehabt und jenseits aller ideologischen Auseinandersetzungen echte Fortschritte in der Sache erzielt. Unsere gemeinsamen Vereinbarungen zum Enthornen bei Rindern und zum Schwänzekürzen bei Ferkeln waren seriös und zeigen eine hohe Verantwortung gegenüber den Nutztieren wie auch ihren Haltern“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring auf der WLV-Delegiertentagung am gestrigen Donnerstag in Münster.

In einem gemeinsamen Entschließungsantrag hatten die Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen die NRW-Landesregierung am 19. Mai 2015 aufgefordert, massive Verschärfungen im Umwelt- und Tierschutzbereich auf Landes- und Bundesebene voranzutreiben.

Der WLV fordert einzelne Unternehmen, wie McDonalds, auf an der Initiative Tierwohl teilzunehmen. „Die beabsichtigten Änderungen sind so angelegt, dass sie die heimische Nutztierhaltung mit der Brechstange reduzieren wollen. Wenn hier mit blumigen Worten Bundesratsinitiativen für umwelt- und tierschutzgerechte Haltungsformen eingefordert werden, heißt dies nichts anderes, als dass Minister Remmel der gerade gestarteten Initiative Tierwohl den Boden entziehen will. Damit legt er die Axt an ein System, dass er bisher mitgetragen hat – ein Vertrauensbruch aus ideologischem Kalkül und nicht zu akzeptieren“, so Röring.

Quelle: topagrar.com