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"Keine Gut-Böse-Debatten"

Gemeinsam Lösungen statt Schuldzuweisungen zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft wünscht sich Marlene Mortler, CSU. Foto: Huntemann

Eine Rückkehr zur Sachauseinandersetzung in der Agrarpolitik hat die zuständige Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Marlene Mortler, angemahnt.

„Wir sollten uns mit den wichtigen Zukunftsthemen der Branche beschäftigen, statt pauschale Gut-Böse-Debatten über biologisch und konventionell zu führen und die Chancen unserer Landwirte durch immer mehr Bürokratie zu verbauen“, erklärte die CSU-Politikerin heute in Berlin.

Aus ihrer Sicht unterstreicht die Grüne Woche mit ihrer Präsentation von Melkcomputer, digitalen Landmaschinen oder Düngedrohnen den Charakter der deutschen Landwirtschaft als Zukunftsbranche. Gleichzeitig sei jedoch die Stimmung der Bäuerinnen und Bauern „auf dem Tiefpunkt“. Sie sähen sich Forderungen ausgesetzt, „die immer weniger mit den Realitäten auf dem Acker oder im Stall zu tun haben". Mortler: „Es besteht die Gefahr, dass die bäuerliche Landwirtschaft in Deutschland über kurz oder lang ausstirbt und Fleisch sowie Getreide nur noch von anonymen Agrarkonzernen produziert werden.“

Bereits heute gebe es Deutschland die höchsten Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzstandards. „Wer mehr will, der muss Wege aufzeigen, wie dies funktionieren soll“, so die Abgeordnete. Sie rief die Kritiker auf, ihre „Fundamentalopposition gegenüber den Bauern“ aufzugeben. Stattdessen müsse über die tatsächlichen Herausforderungen wie die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung, den Beitrag der Bauern zum Klimaschutz und zur Rohstoffsicherung sowie eine sinnvolle und finanzierbare Weiterentwicklung der Nutztierhaltung diskutiert werden. AgE