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Landtechnik

Kaum gebaut, schon verkauft

Die Landtechnik-Industrie läuft rund – und das europaweit: So wurden allein in Deutschland 2017 mit Landtechnik 9 % mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. In Europa wurden fast 13 % mehr Traktoren zugelassen.

Blick in das 2017 eröffnete, wohl modernste Traktorenwerk in Europa, erbaut von Same-Deutz-Fahr in Lauingen/Bayern.

Der europäische Markt für Landtechnik hat sich 2017 positiv entwickelt. Wie der Europäische Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) mitteilte, wurden für Deutschland Umsatzzuwächse von 9 % gegenüber dem Berichtsjahr 2016 erzielt. In Frankreich lag das Plus bei 2,1 %. Auch in Italien seien die Erlöse für viele Produkttypen gestiegen. Dazu hätten teilweise auch Beihilfen der EU und der Regierung in Rom beigetragen.

Aufwärts gegangen sei es auch mit dem Gesamtumsatz in Großbritannien, wobei aber Rückgänge für Getreidesämaschinen und Pflanzenschutzspritzen registriert wurden. Ebenfalls positiv fiel die Bilanz für die Niederlande aus. Dagegen sei der Erlös in Belgien rückläufig gewesen. Der Verband wies auf die dort geringere Nachfrage nach Ballenpressen und Mähdreschern, während sich der Markt für Feldspritzen, Feldhäcksler und Mäher in Belgien stabil entwickelt habe.

Jetzt noch schnell einen Traktor…

In 30 europäischen Ländern wurden im Jahr 2017 laut CEMA insgesamt 161.235 Traktoren zugelassen, 12,8 % mehr als im Vorjahr. Die bisherige Entwicklung habe sich damit auf hohem Niveau fortgesetzt. Der größte Teil des Zuwachses fiel in den Monat Dezember. Seit Januar 2018 gelten neuen EU-Vorschriften zur Beleuchtung und zu den Bremsen der Traktoren. Schlepper, die diese Vorgaben nicht erfüllen, benötigen entweder eine Zulassung oder mussten vor dem Stichtag verkauft werden. Deshalb rechnet der Verband damit, dass die Traktorzulassungen in den ersten Monaten des laufenden Jahres zurückgehen.